

Fotos Škoda Group.
Autonomer Transport ist seit Jahrzehnten die Vision vieler großer Unternehmen und Start-ups. In den letzten Jahren gab es in diesem Bereich eine Reihe bedeutender Veränderungen und Durchbrüche. Einer davon ist das Smart-Depot-Ökosystem-Projekt der Entwickler der Škoda Group. Sie sehen Autonomie als einen Weg zu mehr Nachhaltigkeit, Komfort und Sicherheit. Sie stellten ihre erfolgreichen Schritte im Rahmen des InnoTrans-Programms vor.


Vor mehr als einem Jahr stellten Experten der Škoda Group das Projekt "Smart Depot" als ihre Vision einer autonomen Zukunft für Fahrzeuge des öffentlichen Nahverkehrs vor. Und nun zeigten sie auf der InnoTrans in Berlin, welche Fortschritte sie gemacht haben. Im Depot im finnischen Tampere konnte eine Straßenbahn komplexe Aufgaben ausführen, die von einem autonomen System gesteuert wurden. Diese konnte die Straßenbahn sicher innerhalb des Depots steuern und dabei auch korrekt auf Hindernisse auf den Gleisen reagieren und die Waschanlage passieren. Derzeit kümmern sich fünf Mitarbeiter um eine Straßenbahn, und die autonome Technologie soll dafür sorgen, dass in Zukunft ein Mitarbeiter fünf Straßenbahnen betreuen kann.
"Ich möchte meinen Kollegen danken, die die Vision in den ersten echten Demonstrator von Smart Depot verwandelt haben. Ich bin zuversichtlich, dass wir die Möglichkeiten der Autonomie weiterentwickeln werden, um zur Modernisierung und zum Fortschritt des öffentlichen Verkehrs beizutragen. Ich glaube, dass Schienenfahrzeuge von Natur aus der Autonomie nahe stehen und dass sie in Zukunft ihren Betrieb sicherer und effizienter machen werden", sagt Jiří Liberda, Digital Managing Director bei der Škoda Group.
Die digitale Zukunft des öffentlichen Verkehrs
Die Škoda Group konzentriert sich seit langem auf Innovation und technologischen Fortschritt. Sie bietet ihren Kunden fortschrittliche digitale Lösungen für Schienenfahrzeuge, die den anspruchsvollsten Anforderungen von heute gerecht werden. Ein Schwerpunkt liegt auf dem Bereich der Autonomie und der Entwicklung von Technologien, die den Fahrer schrittweise ersetzen und den Betreibern des öffentlichen Verkehrs völlig neue Möglichkeiten bieten werden. Die Škoda Group hat bereits zwei Systeme erfolgreich getestet, die die grundlegende Basis für den autonomen Betrieb bilden.
Der Begriff "Smart Depot" beschreibt kein spezifisches Produkt, sondern ein Ökosystem technologischer Lösungen, die zusammenarbeiten, um ihre Aufgaben zu erfüllen. Ziel ist es, dass sich die Straßenbahn innerhalb des Depotbereichs völlig autonom bewegen kann, ohne dass ein menschliches Eingreifen erforderlich ist.
Das autonome Fahrsystem ATO automatisiert die Zugsteuerung, optimiert den Fahrplan und reduziert den Energieverbrauch. Die korrekte und genaue Lokalisierung spielt eine Schlüsselrolle für das einwandfreie Funktionieren des Systems, das eine elektronische Gleiskarte und die Fusion von Daten aus den GNSS- und Odometriemodulen verwendet. Mit einer genauen Lokalisierung können wir einfach die Funktion "Intelligent Speed Limiter" über ein Software-Update hinzufügen, das durch Geschwindigkeitsbegrenzung ein Entgleisen des Fahrzeugs verhindert.
Das Antikollisionssystem ACS ist darauf ausgelegt, die Auswirkungen von Kollisionen in Depots und im Stadtverkehr zu reduzieren. Zu diesem Zweck wird eine Kombination aus LiDAR-Technologie, Kameras und präziser Lokalisierung mithilfe von HD-Karten und Odometrie eingesetzt. Diese Konfiguration ermöglicht es dem System, einen virtuellen Tunnel zu erstellen, in dem das Fahrzeug Hindernisse erkennen, frühzeitig warnen und Fehlalarme minimieren kann.
WKZ, Quelle Škoda Group