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Mittwoch, 10 Oktober 2018 10:49

TÜV SÜD: Hochmodernes Labor zur Prüfung von Umwelteinflüssen

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Shaker mit 111 kN und Temperaturkammer im TÜV SÜD-Labor in Mannheim.

TÜV SÜD unterstützt Hersteller, Händler und Importeure beim Zugang zu internationalen Märkten. Um gesetzliche und normative Vorgaben zu erfüllen, werden die Produkte anspruchsvollen Prüfungen unterzogen. Im Kompetenzzentrum in Mannheim wurde die gesamte Infrastruktur für die Prüfung von Umwelteinflüssen auf Industrieprodukte und empfindliche Produkte beispielsweise aus der Medizintechnik umfassend modernisiert.

Im Kompetenzzentrum von TÜV SÜD Product Service in Mannheim werden Industrieprodukte auf eine harte Probe gestellt. Die Experten simulieren Umwelteinflüsse wie Vibrationen, Stöße, Kälte, Feuchtigkeit oder Salzwasser auf Produkte und Bauteile, die in der Automobilindustrie, im Bahnbereich, in der Luft- und Raumfahrt, in der Schifffahrt oder beim Transport von Produkten mit unterschiedlichen Verkehrsmitteln eingesetzt werden. „Mit unseren Prüfungen stellen Hersteller sicher, dass ihre Produkte auch unter extremen klimatischen Bedingungen einwandfrei funktionieren“, sagt Karl Meier, Bereichsleiter Transportation der TÜV SÜD Product Service GmbH. „So müssen beispielsweise die Radaranlagen eines Flughafentowers auch bei starkem Wind fehlerfrei funktionieren, ein Fahrzeug muss auch an eisigen Wintertagen problemlos gestartet werden können.“ Durch die Kombination von verschiedenen Umwelteinflüssen lässt sich zudem der Alterungsprozess von Produkten nachvollziehen, was beispielsweise eine der Standardanforderungen der Automobilindustrie ist. „Klimatische und mechanische Einflüsse treten im realen Betrieb oft zusammen auf“, so Karl Meier. „Deshalb ist auch die kombinierte Simulation von Temperatur-, Klima-, Vibrations- und mechanischen Schocktests ausgesprochen sinnvoll.“

Prüfeinrichtungen mit Alleinstellungsmerkmal

Zur hochmodernen Ausrüstung des Mannheimer Labors von TÜV SÜD Product Service gehören 10 Klimakammern, 8 Temperaturschockschränke und 5 elektrodynamische Schwingungserreger – sogenannte Shaker. In den Prüfeinrichtungen lassen sich extreme klimatische Bedingungen simulieren – mit Temperaturen von -75 °C bis +220 °C und einer maximalen relativen Luftfeuchtigkeit von 95 Prozent. In den Temperaturschockschränken durchlaufen die Produkte in nur wenigen Sekunden immense Temperaturschwankungen von bis zu 295 °C.

„Nach der Modernisierung haben wir auch Geräte und Gerätekombinationen in unserem Labor, mit denen wir ein Alleinstellungsmerkmal im Markt haben“, betont Laborleiter Haridimos Mountogianakis. Das betrifft beispielsweise die Kombination aus einem Shaker mit 111 kN und einer Temperaturkammer mit einer maximalen Aufspannfläche von 1.300 x 1.300 mm für Schwingprüfungen von schweren Bauteilen und mit hohen Beschleunigungswerten. Solche Prüfungen sind unter anderem für die Marktzulassung von Elektromotoren erforderlich.

Robuste Verpackungen schützen empfindliche Geräte

Ein weiteres Beispiel ist die schiefe Ebene zur Transportsimulation. „Auch hochempfindliche Geräte sollten Transporte überstehen, ohne Schaden zu nehmen“, erklärt Mountogianakis. In ihren Prüfeinrichtungen simulieren die Experten den Transport und das Verladen für die unterschiedlichsten Verkehrs- und Transportmittel wie Lkw, Bahn, Schiff oder Flugzeug. „Die richtige Verpackung ist die Garantie dafür, dass die Ware unbeschadet beim Empfänger ankommt“, so der Laborleiter. Das gilt gerade für hochempfindliche Geräte, beispielsweise im Bereich der Medizintechnik. Die TÜV SÜD- Experten stellen die Robustheit der Verpackungen auf eine harte Probe – unter anderem auf einem Shaker auf einem Kraftvektor von 105 kN und einem Frequenzbereich von 2 bis 3.000 Hz und in einer Stauchdruckpresse mit einem Kraftvektor bis 66 kN/6,8 to und einer Geschwindigkeit von 12,5 mm/min.

Pressemeldung TÜV Süd

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