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Freitag, 04 Januar 2019 12:45

Kombiverkehr: 50-jähriges Firmenjubiläum

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Mit einem eigenständigen Jubiläumsauftritt und einzelnen Jubiläumsaktivitäten wird die Kombiverkehr KG das Jubiläumsjahr 2019 begehen. Die erste Verladung fand am 1. Juli am Gründungsort in Frankfurt am Main statt, wo auch heute das Unternehmen seinen Firmensitz hat.

Die Frankfurter Kombiverkehr KG, Europas Marktführer im intermodalen Schienengüterverkehr, blickt mit Beginn des neuen Jahres zurück auf fünf Jahrzehnte Firmengeschichte. Am 11. Februar 1969 wurde die Kommanditgesellschaft auf Initiative des damaligen Verkehrsministers Georg Leber unter Beteiligung der Verbände des Güterfernverkehrs, der Spedition und des Möbeltransportgewerbes sowie der Deutschen Bundesbahn und 56 Straßentransporteuren und Kraftwagenspediteuren in Frankfurt am Main gegründet.

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Schon damals war das Ziel, den Straßengüterfernverkehr auf die Schiene zu verlagern. Die Verkehrsaufnahme erfolgte kurze Zeit später am 1. Juli 1969 mit der Verladung der ersten Lkw-Sendung im Verladebahnhof Frankfurt am Main (Ost). Heute unterhält das Unternehmen ein europäisches Netzwerk mit wöchentlich über 770 Direkt- und Shuttlezügen, das es Spediteuren und Logistikunternehmen ermöglicht, ihre Transporte wirtschaftlich, sicher, effizient und umweltfreundlich über die Schiene abzuwickeln. Mit Umsteigemöglichkeiten für Ladeeinheiten zwischen den einzelnen Zügen sowie Mehrfachabfahrten auf verkehrsstarken Relationen und der Einbindung von mehr als 230 bedeutenden nationalen und internationalen Terminalstandorten bietet die Kombiverkehr KG das europaweit dichteste Netzwerk mit der höchsten Verkehrsfrequenz. Das Unternehmen transportiert jährlich weit über 900.000 Lkw-Sendungen und hält Beteiligungen an 26 Gesellschaften im In- und Ausland.

Standards im intermodalen Verkehr gesetzt

Der Kombinierte Verkehr Schiene-Straße war Ende der 60er Jahre die konsequente und logische Antwort auf die Herausforderungen einer auf modernen Massengüterverkehr ausgerichteten Wirtschaft. Mit einem innovativen Verkehrskonzept starteten die Gründer 1969 in ein neues Verkehrszeitalter. „Pionierarbeit zeichnet unser Unternehmen von Anbeginn aus“, so Robert Breuhahn, heutiger Geschäftsführer bei Kombiverkehr. „Mit einer Vielzahl an Erneuerungen in den Bereichen Vertrieb, Produktion, IT und Technik haben unsere Mitarbeiter über die letzten fünf Jahrzehnte nichts von diesem Pioniergeist verloren und setzen damit immer wieder neue Standards mit Mehrwert, die den intermodalen Verkehr in Deutschland und Europa zu einer Erfolgsgeschichte haben werden lassen.“ Vom ersten Fahrplan mit vier Verbindungen in Deutschland im Unbegleiteten Verkehr, über die erste Auslandsrelation nach Frankreich 1970 sowie die Verkehrsaufnahmen der legendären Rollenden Landstraßen Ingolstadt (Manching) – Brennersee und Dresden – Lovosice Mitte der Neunzigerjahre und die ersten Ganzzüge im Italienverkehr bis zum heutigen multimodalen Verkehrsnetzwerk entwickelte sich die Kombiverkehr GmbH & Co. KG gemeinsam mit Kommanditisten, Kunden und Partnergesellschaften vom Pionier zum europäischen Marktführer und ist heute in der intermodalen Welt als neutraler Anbieter fest verankert. „Das Kerngeschäft haben wir seit den 80er Jahren hinweg mit nutzbringenden Geschäftsfeldern begleitet“, ergänzt Geschäftsführerkollege Armin Riedl. „Beispielsweise mit der Entwicklung innovativer Taschenwagen, neuen selbst programmierten IT-Systemen für die Transportabwicklung, Beteiligungen an Terminalbetreibergesellschaften oder der Etablierung von international tätigen Traktionsgesellschaften, die heute auf speziellen Transportkorridoren ihre Leistungen erfolgreich erbringen.“ Alle Maßnahmen trugen dazu bei, dass Kombiverkehr im Jahr 2007 – als erster europäischer Operateur überhaupt – in einem Geschäftsjahr mehr als eine Million Lkw-Sendungen von der Straße auf die Schiene verlagern konnte.

Zukunftsprojekt soll Effizienz in der Transportabwicklung weiter erhöhen

Mit dem Projekt „Digitalisierung intermodaler Lieferketten – KV 4.0“ wurde bereits eine wichtige Maßnahme zur Modernisierung und Zukunftsfähigkeit des Intermodalsektors innerhalb der Logistikbranche gestartet. Gemeinsam mit zehn Verbundpartnern hat Kombiverkehr die Arbeiten am Projekt im September 2017 begonnen. Das Hauptziel von „KV 4.0“ besteht darin, über die gesamte intermodale Transportkette, beginnend mit der Abholung der Ladeeinheit beim Versender bis hin zur Zustellung beim Empfänger, den logistischen Prozess für alle Beteiligten transparenter und übersichtlicher zu gestalten. Mit Stand heute sind sämtliche Arbeitspakete konzeptionell abgeschlossen. Damit ist ein wichtiges Zwischenziel innerhalb des dreijährigen Projektes erreicht, mit dem die Mitglieder der Projektgruppe die Ausschreibung für die technische Umsetzung bereits realisieren konnten. In den kommenden Wochen und Monaten stehen Workshops mit ausgewählten IT-Unternehmen an, um eine finale Entscheidung für einen Dienstleister zu treffen, der das Projekt „KV 4.0“ hauptverantwortlich umsetzen wird. Noch im ersten Halbjahr soll die technische Umsetzung beginnen.

Verbesserung der Leistungsqualität dringend notwendig

Sorge bereitet den Verantwortlichen der Kombiverkehr KG weiterhin die Leistungsqualität der Bahnen. Seit Jahren wird zurecht von den Kunden im Kombinierten Verkehr eine durchschnittliche Pünktlichkeitsquote von 85 Prozent im internationalen und 90 Prozent im nationalen Verkehr gefordert. In den vergangenen Jahren wurde diese Anforderung seitens vieler europäischer Bahnen nicht erreicht. Insbesondere hohe Baustellentätigkeiten auf dem europäischen Schienennetz, Ressourcenprobleme bei Lokführern und Lokomotiven, zu komplexe Produktionsformen, aber auch externe Einflüsse wie zum Beispiel Unwetter oder Streiks beeinflussen die Produktionsabläufe negativ. Die Folge ist ein überproportionaler Anstieg der Equipmentkosten, der Abstellgebühren an den Terminals sowie der Vor- und Nachlaufkosten. Dies alles belastet die Kostenrechnung der Spediteure und Logistikunternehmen, die jahrelang in das System Intermodaler Verkehr investiert und dessen positive Gesamtentwicklung gefördert haben. „Auch in einem Jubiläumsjahr, welches uns aufgrund der in 50 Jahren Firmengeschichte erzielten Erfolge auch durchaus Anlass zur Freude gibt, werden wir nicht nachlassen, die benötigte Qualität bei den Leistungserbringern permanent und massiv einzufordern, denn die Grundlage für weiterhin erfolgreiche Jahre ist überaus eng mit der Frage der Pünktlichkeit unserer Züge verbunden. Dies gilt für uns selbst und für unsere Kunden“, kommentiert Robert Breuhahn die derzeitige Situation.

Pressemeldung Kombiverkehr

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Letzte Änderung am Freitag, 04 Januar 2019 12:58