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Freitag, 11 Januar 2019 07:10

Ermewa: Zusammenarbeit mit der Initiative "Competitive Freight Wagon" zu Entwicklung neuer Güterwagentechnologien

erew

Ermewa als einer der größten europäischen Waggonvermieter mit einer Flotte von 42.000 Waggons baut seine Zusammenarbeit mit der Initiative „Competitive Freight Wagon“ (CFW) weiter aus. Im Rahmen eines Vorprojekts sollen die Weichen für die Erstanwendung des revolutionären Güterwagenkonzepts gestellt werden.

Ermewa und die Partner der CFW-Initiative werden bis Mitte 2019 auf Basis bestehender Verkehre und Kundenbeziehungen ein reales Betriebs-und Einsatzkonzept für die Erstanwendung ausarbeiten. Auf Basis dieses Produktionskonzeptes werden die bisher im europäischen Forschungsprojekt Shift2Rail von CFW-Partnern skizzierten Wagenanforderungen nun konkret spezifiziert. Das umfasst die Definition des Fahrwerks mit seinen Komponenten, des Wagenkastens, der elektrischen Ausrüstung sowie der Wagenintelligenz. Darüber hinaus soll die Lieferantenstruktur für den Bau der neuen Güterwagentechnologie festgelegt werden.

Ziel des gemeinsamen Vorprojektes ist es, mit einem validierten Business Case die Entscheidungsgrundlage für Investitionen in die neue Technologie mit kompletten Zugverbänden zu schaffen.

Mit Ermewa beteiligt sich einer der größten europäischen Waggonvermieter an der Initiative, um der notwendigen Revolution im Schienengüterverkehr mit präzisen Anforderungsprofilen und einer repräsentativen Erstanwendung im operativen Einsatz zum Durchbruch zu verhelfen.

Das CFW-Konzept umfasst unter anderem die folgenden Merkmale:

• Produktionsmodell basierend auf Ganzzügen, um Rangieren und fortlaufende Zugbildung zu vermeiden

• Leichtbau mit einem Multi-Materialansatz für bessere Fahrdynamik, deutlich geringeres Leergewicht und höhere Nutzlast und damit deutlich bessere Ausnutzung der Traktion

• Aerodynamische Gestaltung von Wagenkasten, Chassis und Fahrwerk für weniger Lärm und geringeren Energieverbrauch

• Elektronische Bremsregelung mit leistungsfähiger Scheibenbremse für eine bessere Dynamik des Zugverbandes und damit Zugang zu schnellen Trassen insbesondere tagsüber im Mischverkehr

• Modularer Aufbau mit Wechselaufbauten für verschiedene Güter, um hohe Laufleistungen zu erreichen und damit die anfangs zu erwartenden Mehrkosten gegenüber konventionellen Wagen zu kompensieren

• Zentralkupplung für eine deutlich bessere Längsdynamik des Zugverbands und Gewichtsreduktion (in der vollautomatischen Variante zusätzlich für einfachere, schnellere und sicherere Zugbildung und -auflösung, um dadurch dem Einzelwagenverkehr eine wirtschaftliche Perspektive zu geben)

• Stromversorgung (z. B. für Kühlgut) und Telematikdienste für ständige Überwachung von Ladung und Fahrzeug

• Sichere Onboard-Unit für Waggons und Lokomotive für die Realisierung des STI (SafeTrainIntegrity)-Systems mit einer ständigen sicheren Überwachung der Waggon und Zugzustände. Dadurch wird eine weitgehende Automatisierung des Betriebes technisch und zulassungsseitig möglich. Gleichzeitig wird damit die Grundfunktion für ETCS Level 3 bereitgestellt.

Partner der Initiative „Competitive Freight Wagon“ 

Die Initiative CFW umfasst Industrieunternehmen (Scheidt & Bachmann System Technik) ebenso wie Bahn-und Logistikexperten (ConTraffic, TransCare) und Forschungseinrichtungen (Deutsches Zentrum für Luft-und Raumfahrt, CEIT, TU Dresden ILK).

Pressemeldung Ermewa

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Letzte Änderung am Donnerstag, 10 Januar 2019 16:56