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Freitag, 11 Januar 2019 10:23

Alstom/Siemens: Alstom-Chef äußert sich zweideutig - Weitere Veräußerungen mit der EU geplant

Siemens und Alstom diskutieren mit der Europäischen Kommission über zusätzliche Transfers, um grünes Licht für ihren Plan zur Gründung eines deutsch-französischen Eisenbahnmeisters zu erhalten. Diese Transfers sollen die für Wettbewerb zuständige EU-Kommissarin Margrethe Vestager beruhigen, die im Dezember sagte, dass sie über die Auswirkungen dieser Fusion auf den Hochgeschwindigkeitsverkehr in Europa besorgt sei.

In einer Rede an die Belegschaft, die noch vor einem Jahr undenkbar schien, sagte Alstom-Chef Henri Poupart-Lafarge am Donnerstag (10.01.18), dass die Firma in guter Verfassung sei und starke Aufträge und Bargeld habe, um auf andere Weise zu expandieren. Die Nachrichtenagentur Bloomberg zitiert nicht genannt wollende Quellen aus einem nicht öffentlichen Treffen mit der Führungskraft.

Der PDG sprach inmitten der wachsenden Anzeichen, dass die Kartellbehörden der Europäischen Union die geplante Transaktion ablehnen könnten. Einige Teilnehmer interpretierten die Rede als eine Bestätigung, dass die EU die Argumentation der Unternehmen, dass die Vereinbarung notwendig sei, um dem chinesischen Wettbewerb zu begegnen, nicht akzeptiert habe und bereit sei, ein Veto einzulegen. Ein Alstom-Sprecher bezeichnete die Rede als "beruhigend" gemeint, lehnte aber weitere Kommentare ab.

Zur Fusion gibt es seit Wochen Gegenwind. Die Schienennetzbetreiber forderten ein Fusionsveto, und kleinere Wettbewerbsbehörden unternahmen den seltenen Schritt, die Konzessionen der Unternehmen öffentlich als unzureichend zu kritisieren. Während die EU bis zum 18. Februar Zeit hat, über das Geschäft zu entscheiden, muss sie potenzielle Anlagenverkäufe oft mehr als einen Monat im Voraus genehmigen.

Siemens und Alstom hatten bereits angeboten, eine ihrer Hochgeschwindigkeits-Triebzugtechnologien, die meisten Signaltechnikaktivitäten des französischen Konzerns in Europa und einen Teil der Tätigkeiten des deutschen Konzerns in diesem Markt zu verkaufen. Diese Angebote wurden von der britischen Wettbewerbsbehörde CMA und ihren Partnern in den Niederlanden, Belgien und Spanien jedoch als unzureichend angesehen.

In einer Rede am Mittwoch in Berlin sprach sich Margrethe Vestager zwar für die Förderung von europäischen Branchengrößen aus. "Wir können diese Champions nicht aufbauen, indem wir den Wettbewerb untergraben", unterstrich sie aber.

WKZ, Quelle Bloomberg, Le Figaro, Capital

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