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Montag, 28 Juni 2021 17:30

Deutsche, Franzosen und Grenzgänger im Saarland

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Auch wenn der Sonntag schon um ca. 09:05 Uhr in Völklingen begann, so hatte ich dennoch die Ankunft des DGS 91305, des für mich ersten, eben nur theoretisch erreichbar in Völklingen ankommenden Flüssigeisenzuges, verpasst. Dafür konnte ich immerhin die Zustellung der vollen und Bereitstellung der leeren Flüssigeisenzüge durch die emsige SaaRail 73, eine Henschel-Diesellok, die "auf DB zugelassen" ist, vor dem Hintergrund des Weltkurlturerbes festhalten (Bild1).

Es dauertes dann nicht lange bis die SaarRail 151 165, eben eine "echte Deutsche", ihre "Leergarnitur" zur Abfahrt nach Dilligen zurückschieben konnte (Bild 2). Auf diesem Bild sieht man ganz links hinten die große, blaue Fabrikhalle: Diese ist mit dem modernen Walzwerk das Ziel des Dillinger Stahls, und von dort werden dann auch die "Leerwagen" (auch diese haben immer eine Temperatur von an die 1000 Grad...).

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Zwischezeitlich konnten die SaarRail-Rangierloks dann vor dem Saarstahl-Turm eine gemeinsame Pause einlegen: Bild 3: Die 73 kommt übrigens aus den vormals orangenen Beständen der Saarstahl-Werkbahn. Neben den SaarRail-Rangierloks tuen immer noch zwei 290 von DB Cargo in Vöklingen Schiebedienst an meinem Tag in Dillingen, war neben 294 363 hier hier aktive, durchaus schon "abgelutscht" aussehende 294 822 (Bild 4).

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Dann war es an der Zeit, daß die 151 165 mit dem "zurechtgeschobenen" Leerflüssigeisenzug nach Dillingen abfahren sollte (Bild 5).Seit Dezember 2019 wird der Nahrverkehr auf der Strecke Saarbrückem-Trier zwar noch von DE Regio gefahren, aber mit den neuen 1440 der Firma Alstom in neuem Rheinland-Pfalz-Saar-Design, welches ähnlich dem von Flexx sieht, aber in Rot ausgeführt wird. Eomnem solchen Zug konnte ich dann in Form von 1440 023 mit dem Hochofenensemble als Hntergrund aufbnehmen (Bild 6).

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Dann wechselt ich meinen Standort nach Ensdorf. Zu meiner Zeir, d.h. als ich noch im Saarland wohnte, zur Schule ging und auch noch studierte, war das Kraftwerk Ensdorf noch volll im Betrieb und daher die Gleise gegenüber des Bahnhofs vollen leerer oder schon beladenen Kohlezüge, die zur Abfahrt oder Beladung hier abgestellt waren. Zwar gibt es jetz hier daher nicht mehr so viel Bahnbetrieb, aber es ergeben sich damals nicht mögliche Aufnahmen: Der 1440 518, der hier als RB71 von Homburg/Saar nach Trier Hbf unterwegs ist, hat das stillgelegte Kraftwerk, das ihm nun in meinem Bild als Hintergrund dient, nie im Betrieb gesehen (Bild 7). Auch der 429 inf Form von 429 606 als RE1 von Koblenz kommend den Bahnhof durcheilt, hat nie Dampf aus dem Kühlturm des Ensdorfer Kraftwerkes aufsteigen sehen. (Bild 8).

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Bei 151 165, die dann noch den DGS 91307 durch Ensdorf zog, könnte zu Ihrer aktiven DB-Zeit durchaus einmal durch Ensdorf gefahren sein udn dabei Einsdorfer Strom verbraucht haben (Bild 9). Bei der Passage direkt mir gegenüber machte ich dann auch noch eine Nur-Lok-Aufnahme: Bild 10: Tatsächlich ist der Lack der SaarRail-151 doch tatsächlich schon etwas "alt" geworden: Aber ich finde eigentlich, daß die Design-Variante der Saarländer bisher eigentlich die schönste Version der 151 ist. Ev. wird noch jemand die 151 075 von Railpool, die übrigens am 26.06. "hinten" in Vöklingen als Reseve unzugänglich weilte, erwähnen, aber bei ihr weiß ich nicht, und eigentlich vermute ich, daß sie nur beklebt ist. Es ist zwar nur Geschmackssache, aber ich halte ihr Design dann doch für etwas zu "poppig".

Damit war in Ensdorf die "Pflicht" abgearbeitet, so daß ein Standortwechsel anstand. Eigentlich war das Deutschmühlental angesagt, durch das die Züge nach Frankreich/Forbach Saarbrücken verlassen, und in dem Sich die Systemtrennstelle befindet, aber vorher wollte ich mir noch die Stellen um den ehemaligen "194-Lokschuppen" noch einmal ansehen. Das erwähne ich nur deshalb, weil eben dort, an einem Samstag relativ unerwartet, der DGS 48245 von Dugny-sur-Meuse zur Dillinger Hütte mit seiner sechsachsigen Europorte-4000 passierte. Da ich keine Kamera gerade in der Hand hatte, kann man sich vorstellen, daß ich enttäuscht war.

Aber bei etwas, das man einmal gesehen hat, kennt man sich mehr aus, udn es lässt sich noch einmal versuchen: Der Kalkzug aus Dugny-sur-Meuse (Das kenne ich übrigens noch als Abfahrbahnhof von mit 12000 der SNCF gezogenen Kalkzügen...) verkehrt auf jeden Fall offenbar auch samstags! Im Deutschmühlental angekommen musste ich, das kenne ich schon von früher, erst einmal warten. Hier waren übrigens zu ihrer Einsatzzeit die 181-Prototypen tätig, so daß es hier eigentlich keine Stelle gibt, die ich nicht irgendwie schon einmal ausprobiert hatte.

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Heute machte ich es mir auf der alten Fussgägerbrücke unweit des Messegländes bequem. Belohnt wurde ich dann doch von der aus Frankreich kommenden "Prima" in Form von 437011, die als Lz nach Deutschland fuhr, vermutlich nach Saabrücken Hbf, um einen Güterzug abzuholen (Bild 11).  Nächster Zug hier war dann der gemischte Güterzug mit der (natürlich Frakreich-tauglichen) 185 020 richtung Systemtrennstelle unterwegs war. (Bild 12).

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Zuletzt passierte dann ein durch die SNCF unterhaltener Triebwagen der Reihe X 73900, die in Deutschland auch als Baureieh 641 unterwegs sind, als RE 18 nach Forbach. Hier noch ein Zusatzfoto aus alten Tagen: Prototyp 181 001 vor einem Güterzug nach Frankreich im Deutschmühlental. Der erste Wagon hinter der Lok ist ein Castro-Wagen, das heißt ein Wagen zu Beförderung atomar stahlender Restsubstanzen aus Kernkraftwerken: Solche Wagons sah man eigentlich immer einmal wieder in den Zügen von un nach Frankreich- Übrigens scheint auf dem Führerstand der 181 001 ein Bahnpolizist mitgefahren zu sein, denn eine Müptze wie die in der Winschutzscheibe zu sehende, kann eigentlich nur eine Polizeimütze sein... (Bild Zusatz 13)

Nach einem erneuten Standortwechsel war dann der Haltpunkt Jägersfreud vorgesehen, gelegen an der nördlichen Einfacht des Rbf Saarbrücken an der Strecke von Neunkirchen/Saar: Dies ist die meistbefahrene Ankunftsstrecke für Güterzüge aus Mannheim, und, ebenfalls seit 2019 im elektrischen RB-Betrieb nun auch von Flexx befahren. Tatsächlich kam schon bald ein erster Güterzug aus Richtung Neunkirchen: Mit der auch mit 4 Stromabnehmern ausgerüsteten 185 133 sollte es sich hierbei um eine schweiztaugliche 185 gehandelt haben, die offenbar mit der Traktion des Stahlpendelzug von Neunkirchen nach Vöklingen oder Dillingen betraut ist (Bild 14).

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Zu meiner großen Freude kam praktisch direkt im Blockabstand dann die E 183 327 von DB-Cargo mit einem Zug aus spanischen Transfesa-Wagen: Diese Maschine könnte tatsächlich theoretisch auf dem gesamten Laufweg bis zur französisch-spanischen Grenze verbleiben, hat sie doch die Zulassung für das französische Wechselstrom- und Gleichstromsystem (Bild 15). Gerüchtweise sollen alle DB-E186 zum Tochterunternehmen Euro-Cargo Rail (ECR) übergehen und damit ihre rote Lackierung im Tausch gegen die graue von ECR verlieren. Zuletzt kam durch Jägersfreude noch eben ein Flexx 8442, der 8442 644 als RB von Neubrücke (Nahe) nach Saarbrücken Hbf (Bild 16).

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Das Ziel für den Nachmittag war dann wieder Bous an der Saarstrecke zwischen Völklingen und Dillingen, und hier die Brücke der B 269 N über die Bahnstrecke, die es auch erst seit 10 Jahren oder so gibt und "zu meiner Zeit" im Saarland noch gar nicht existierte: Ziemlich als erstes kam wieder die SaarRail 151 165 mit Flüssigeisenzug DGS 91311 in Richtung Völklingen: Genau wie am Morgen in Ensdorf ist hier das stillgelegte Ensdorfer Kraftwerk gut als Hintergrund umzusetzen (Bild 17). Da das Wetter doch recht gut war, enschied ich mich, bis zur Rückleistung der SaarRail-151 hier zu warten, so daß Aufnahmen von 429 619 als RE von Koblenz nach Saarbrücken (Bild 18)

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und in der Gegenrichtung von 1440 513 als RB71 möglich war (Bild 19). Zwischdurch begenete mir in Form von 185 536 doch noch eine Privatbahnlok im Saarland, zwar nur Lz mit unbekannten Ziel Richtung Vöklingen oder Saarbrücken. Im Hintergrund, hinter dem grünen Hauptsignal ist übrigens der "berühmte" 194-Güterschuppen zu sehen, in dem 1988 von einem Bouser Schrotthändler, der wohl gar nicht mehr exisitiert, an die 10 ausgemusterten 194 verschrottet wurden.

Abschluss meines Saarland-Eisenbahntages machte dann wieder 151 165, die die Leergarnitur als DGS 91312 wieder zurück nach Dillingen zu befürdern hatte (Bild 20)."

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Letzte Änderung am Montag, 28 Juni 2021 17:39