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Dienstag, 20 Juli 2021 17:40

Anschlussbahn Braunau - Ranshofen

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Im Zuge der Aufrüstung des Dritten Reichs wurde in der Salzach-Inn Region die heutige AMAG in Ranshofen, einem Stadtteil von Braunau am Inn, angesiedelt. Für ein leistungsfähiges Aluminiumwerk war natürlich neben einer leistungsfähigen Stromversorgung durch die Innkraftwerke auch eine Bahnanbindung erforderlich.

Diese wurde durch eine 1940 fertiggestellte, 5,7km lange Bahnstrecke bewerkstelligt, welche auch noch heute für den Wirtschaftsstandort unverzichtbar ist. Der Werksverschub wurde bis in die 1990er Jahre im Eigenbetrieb, bis 1986 sogar noch mit Dampf-Traktion wahrgenommen. Seither sind die ÖBB der Betriebsführer, welche seit 1945 auch den Zulauf vom Bahnhof Braunau/Inn besorgen.

Bis zur Einrichtung eines Werksverkehrs mittels Autobussen wurde auf der Anschlussbahn der heutigen AMAG auch Berufsverkehr für Werksangehörige durchgeführt. In Eisenbahnkreisen bekannt wurde das Aluminiumwerk Ranshofen in der unmittelbaren Nachkriegszeit, als es als Ausbesserungswerk der neu erstandenen Österreichischen Staatsbahnen fungierte.

Aktuell erfolgt täglich eine mehrfache Bedienung der Anschlussbahn vom Bahnhof Braunau/Inn aus. Ein besonderes "Gustostückerl" sind die Aluminiumzüge von Antwerpen nach Ranshofen, welche 1-2 Mal pro Woche ihren Weg von Wels über Ried/Innkreis nach Braunau finden.

Diese schweren Züge werden mit unterschiedlichster Bespannung geführt - am 19.Juli 2021 waren es die Lokomotiven V 83 (ex ÖBB 2048.01, ex WTK D 3 ) + V 86 (ex ÖBB 2048.04) der Salzburger Lokalbahnen (SLB). Damit kehrten, zumindest als "Eintagsfliegen" diese ehemaligen DB V100, wieder einmal ins Innviertel zurück, wo sie viele Jahre heimisch waren.

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