

Ich habe bei einem Fototermin am vergangen Donnerstag, den 14.11.2024, im Saarland zum Vergleich noch Aufnahmen von denselben Stellen bzw. den gleichen Zügen, aber eben mit der Bespannung vor vielen Jahren, "von früher", herausgesucht:


Ich habe bei einem Fototermin am vergangen Donnerstag, den 14.11.2024, im Saarland zum Vergleich noch Aufnahmen von denselben Stellen bzw. den gleichen Zügen, aber eben mit der Bespannung vor vielen Jahren, "von früher", herausgesucht:
Die Fischbachtstrecke von Saarbrücken über Quierschied, Wemmetsweiler nach Neunkirchen kenne ich nur elektrifiziert. Die Elektrifizierung erfokgte schon in den Sechziger Jahren, da hier Kohle- und Stahlverkehr stattfand. Von der Strecke führte eine Stichstrecke von Merchweiler nach Göttelborn zum Kraftwerk "Weiher", das planmässig nicht mehr im Betrieb, sondern im StandBy für den Nofall ist und in diesem Rahmen von 2022 bis April dieses Jahres noch einmal wegen des Ukraine-Krieges im Betrieb war. Eine weitere Strecke führt von Wemmetsweiler über die Illtalbahn nach Lebach. 2004 wurde die "Wemmetsweiler Kurve" in Betrieb genommen, über die die Fahrtmöglichkeit von Saarbrücken direkt nach Illingen-Lebach ohne Kopfmachen in Wemmetweiler ermöglicht wurde, so daß seitdem eine durchgehende RB von Saarbrücken nach Lebach eingeführt werden konnte. Geplant ist die Elektrifizierung von Merchweiler/Wemmetweiler bis Illingen, von wo nach Lebach die Strecke durch die bestehende Saarbahn schon elektrifiziert ist.
Am 14.11.2024 konnte ich im Bahnhof (Saarbrücken-)Schleifmühle den von Lebach kommenden 642 333 fotografieren, der von hier noch ca. 5 Minuten bis in den Hbf Saarbrücken benötigt. Bis in den 80er Jahren hielten die Regionalzüge noch alle in Schleifmühle. Heute hat keiner mehr hier einen Halt.
In den letzten Einsatzjahren waren mehrere 150 des BW Kornwestheim nach Saarbrücken "abkommandiert", um dort im schweren Kohle- und Stahlverkehr eingesetzt zu werden. 150 146 zieht auf dem Bild einen solchen Kohlezug durch Schleifmühle und wird gleich entweder im Tunnel die Kurve zur Saarstrecke nehmen oder über eine Brücke selbige überqueren, um dann nach dem Überqueren der Saarbrücke die Strecke nach Fürstenhausen und dem dortigen Kraftwerk Fenne zu nehmen. Die besagte Brücke, über die Züge aus Schleifmühle die Saarstrecke überqueren konnten, existiert heute nicht mehr, weil sie einer Brücke für die Saarbahn an praktisch gleicher Stelle, aber anderer Richtung, weichen musste. Im Vergleich erkennt man den immensen Rückbau des vormals großen Bahnhofs: Der 150-Zug fährt auf einem Gleis, das heute unbenutzbar ist, auch weil in Ihm die eine Reihe der Oberleitungsmaste der Oberleitung der übrig gebliebenen zwei Durchfahrtsgleise steht. Die ganzen Gleise im Hintergrund des Kohlezuges sind heute alle weggefallen und unter Gesprüpp verborgen. Der Bahnhof Schleifmühle war früher ein echter Ragierbahnhhof mit Ablaufnberg, über den in den 70'er, ev. auch noch Anfang der 80'er Jahre rangiert wurde. Ich kann mich auch noch daran erinnern, daß in der nördlichen Ausfahrt des Bahnhofes in den 70'Jahren Dampfloks ausgeschlachtet und verschrottet wurden.


Hier passiert am 14.11.2024 der 642 333 auf dem Rückweg von Saarbrücken nach Lebach das alte Bahnhofsschild, das ev. auf dem Bild um die Jahrtausendwende mit dem 150-Zug rechts klein zu erkennen ist. Der 642 333 ist übrigens wie weitere 6 Talent-Dieseltribewagen ursprümglich kein Vlexx-Fahreug: Diese Triebzüge, die noch heute ihre Ursprungsfarbgebung aufweisen, kamen von der insolvent gewordenen Städtebahn Sachsen GmbH ins Saarland.
Anders der 442 646, der direkt als Neufahrzeug zur Flexx kam. Hier ist er als RB 76 von Saarbrücken über Neunkirchen nach Homburg unterwegs. Sein Weg ist auf ganzer Strecke elektrifiziert, so daß kein Einsatz eines Dieseltriebzugs nötig ist.


An praktisch gleicher Stelle legt sich 184 001 vor ihrem Güterzug nach Neunkirchen in die Kurve. Dieser Zug war eigentlich eine Leistung der 181-Prototypen, somit nicht regelmässig mit "Frequenzlok" bespannt, da die alten 181 leider in diesen letzten Einsatzjahren nicht so zuverlässig waren. Der Einsatz hier der 184, die damals sonst nur von Ehrang eingesetzt wurden, war vermutlich eine Testfahrt der in Saarbrücken revidierten oder von einem Fehlker instandgesetzten Maschine. Auch auf diesem Bild sieht man Gleise, die auf dem 442-Bild von heute nicht mehr exitieren. In diesem Bereich des Bahnhofes waren übriegns die Dampfloks seiner Zeit ausgeschlachtet und verschrottet worden.
Eines der heutigen Saarland-Eisenbahn-Highlights sind zweifellos die Saarrail-151, weisen sie doch ein recht gefälliges Disgn auf. Die langen und auffälligen Flüssigeisen-Transportwaggons, die sie zu befördern haben, tun ihr übriges. Hier ist der Zug gerade von der Saarstrecke auf das Gleis abgebogen, das gleich die Kurve in Richtung Dillinger Hütte nehmen wird, welche das Ziel des Zuges ist. Dort hat die 151 dann einen gefüllten Flüssigeisenzug zu übernehmen, den sie in Kürze zurück nach Völklingen ziehen wird. Diese Stelle war in meiner Schulzeit nie das Ziel eines Ausfluges gewesen.


Die Flüssigeisenzüge zur "alten Bundesbahnzeit" waren seltsamer Weise für mich damals nichts besonderes. Denn gezogen wurden sie all die Jahre mit den "langweiligen Allerwelts-140", die damals einen ähnlichen Status, wie heute vielleicht die 185 hat. Eigentlich für uns damals unfassbar: Die Maschine in blau-beige ist heute ein Grund zur Freude, weil eine Abwechslunng: Damals nannte manch einer diese Farbvgebung nur "Kotzfarbe"! Wie sich die Zeiten ändern! Die abgebildete 140 365 ist hier übrigens kurz vor dem Bahnhof Völklingen direkt am Saarufer zu sehen.
Hier ein Bild eines Zuges auf der zuvor erwähnten, heute nicht mehr existiertenden Brücke für Züge von der Fischbachstrecke in Richtung andere Saarseite und dieses Mal nicht weiter Richtung Fürstenhausen, sondern Frankreich. Um 1986 war der Starzug der Fischbachstrecke wohl der Freitags verkehrende Militärzug von Landau/Neustadt an der Weinstr. nach Metz. An jenem Tag im Winter 1986 hatte ich großes Glück, daß die Zuglok der Protoyp 181 001 war.
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