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Dienstag, 03 Juli 2018 19:07

"Güterzugfestival" am "Bayerischen Rigi" - Umleiterverkehre über den Hohenpeissenberg

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Vom 10 bis 30.6. 2018 war der Abschnitt Geltendorf - Buchloe (KBS 970) wegen der Arbeiten zur Elektrifizierung komplett gesperrt. Dies betraf besonders den BF Kaufering. Hier mussten wegen einer Brücke die Gleise abgesenkt werden. Somit waren auch die normalerweise über Kaufering und die Fuchstalbahn geführten Güterzüge der AL von Schongau nach Augsburg betroffen und wurden während dieser Zeit über Weilheim und den Hohenpeißenberg (KBS 962) umgeleitet.

So kam dieser, normalerweise nur von den Triebwagen der BRB befahrene Streckenabschnitt wieder einmal zu Güterzugehren.

Nachdem der BF Peißenberg Ende 2019 an das ESTW Weilheim angeschlossen werden soll, war dies wahrscheinlich die letzte Möglichkeit, Güterverkehr am " Bayerischen Rigi" mit alter Infrastruktur und Telegrafenleitung zu erleben.

Wegen der teilweise hohen Zuggewichte und der sehr starken Steigungen mussten die Güterzüge in Weilheim "geleichtert" und in zwei Teilen über den Berg gebracht werden. Um hier mehr Flexibilität zu ermöglichen, wurde - trotz der außerplanmäßigen Besetzung des Bahnhofes Peiting Ost - zwischen 10 Uhr und 13 Uhr Schienenersatzverkehr für die planmäßigen Triebwagen der Bayerischen Regiobahn eingerichtet.

Bild 1: Am 27.6. 2018 führt AL 42 einen Güterzug vor der Kulisse des "Bayerischen Rigi" von Schongau über Weilheim nach Augsburg. Am Schluss schiebt die von Northrail angemietete MAK 1206.
Bild 2: Schon eine Stunde später kehrt diese mit den bei der ersten Fahrt in Weilheim zurückgelassenen Wagen zurück nach Schongau, hier bei Hohenpeißenberg.

Eine Rückfahrt nach Weilheim und Augsburg gab es an diesem Tag nicht mehr, da kurz nach dieser Aufnahme in Weilheim der Fund einer 500 KG Fliegerbombe zur Einstellung nahezu des gesamten Zugverkehrs im Werdenfels führte, was den Autor einen sehr wichtigen Termin verpassen lies.

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Bild 3: Am Samstag den 30.Juni, also dem letzten Tag des Umleiterverkehrs , treffen wir das Pärchen aus AL 44 und der MAK 12 06 beim Peißenberger Einfahrtssignal LZ auf der Fahrt nach Weilheim-Augsburg. Wenig bekannt dürfte sein, daß diese ex DR V 100 1988 von der damaligen DDR-Reichsbahn auf Meterspur umgespurt worden war um als "Harzkamel" den Dampfbetrieb auf der Harzquer-und Selketalbahn abzulösen. Der Weg links im Bild war bis Ende der 60er Jahre das Gleis zum Peißenberger Grubenbahnhof. Hier wurde die damals bekannte oberbayerische Pechkohle abgebaut. Von alledem kann man heute die Spuren allenfalls nur mehr erahnen.

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Bild 5 und 6: Planmäßig verkehren auf der KBS 962 heute nur mehr die LINT-TW der BRB.

Alexander Bauer

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