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Donnerstag, 14 März 2019 15:00

Winter in Finnland

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Eine Minitour mit Dampf im Winter in Finnland (vielleicht die erste überhaupt), hervorragend organisiert von Migu Schneeberger. Wie erhofft lag sehr viel Schnee, was die Züge in der weiten Winterlandschaft magisch aussehen ließ. Es war ausnahmsweise besser ohne als mit Sonne (wir hatten zum Schluss auch Sonne, aber irgendwie war das nicht so reizvoll).

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Am 4. März kam die Tk3 1136 von Vilppula nach Haapamäki und weiter nach Petäjävesi zum Einsatz und am folgenden Tag fuhr die Pazifik Hr1 1009 von Kouvola über Lahti nach Loviisa. Da Finnland bis 1918 zu Russland gehörte, beträgt die Spurweite des gesamten Netzes 1524 mm. Die (Breitspur-)Lokomotiven sehen daher recht robust aus.

Die Hr1-Baureihe war Finnlands leistungsstärkste Dampflokomotive im Personenverkehr. Insgesamt wurden zwischen 1937 und 1957 zweiundzwanzig Exemplare von den Werkstätten Lokomo und Tampella gebaut, um den Bedarf an schwereren und schnelleren Schnellzügen zu decken. Zwei Prototypen (Nr. 1001 und 1002) wurden von der Finnischen Staatsbahn (VR) bei Lokomo in Tampere bestellt und 1937 geliefert. Vier weitere (Nr. 1000/03/04/05) wurden 1939 und 1940 hinzugefügt, gefolgt von einer Serie von sechs (# 1006-11) in den Jahren 1948 und 1949 und acht weiteren (# 1012-19) von Tampella im Jahr 1955. Die letzten beiden (# 1020-21), Baujahr 1957 wieder von Lokomo, waren mit Rollenlagern ausgestattet und verkörperten die moderne Dampflokomotivtechnik. Alle Loks hatten ursprünglich große Wagner-Windleitbleche mit Ausnahme der letzten beiden, die mit kleineren Witte-Windleitbleche geliefert wurden. Nr. 1014 erhielt nachträglich ebenfalls Witte-Windleitbleche. Die zweiundzwanzig 2‘C1‘- Pazifiks bildeten bis 1963 das Rückgrat des Lokomotivparks in Südfinnland, dann wurden sie allmählich durch Dieselloks ersetzt. Ihr Einsatz endete offiziell 1971, aber die beiden Hr1s mit Rollenlagern kehrten im Frühjahr 1974 für einen kurzen Einsatz zurück.

Hr1 1009 wurde 1948 bei Lokomo, Tampere mit Fabriknummer 158 hergestellt. Die Lok wurde Anfang der neunziger Jahre wieder betriebsfähig aufgearbeitet und 1993 auf Hauptstrecken zugelassen. Die 1009 ist momentan in Kouvola beheimatet.

Die finnische 1‘D-h2 Tk3-Baureihe (bis 1942 Baureihe K5 ) war eine leichte Güterzuglokomotive. Mit 161 gebauten Exemplaren war sie die zahlenmäßig stärkste Dampflokbaureihe in Finnland. Zwischen 1927 und 1930 wurden 100 Lokomotiven gebaut (# 800-899) und weitere 61 in den Jahren1943 bis 1953 (# 1100-1118 und 1129-1170). In diesen Zahlen sind zwei Loks enthalten, die ursprünglich in den Jahren 1935 und 1927 von Tampella an Rauman Rautatie als Nr. 9 und 10 (ex-Nr. 8) geliefert wurden. Diese Loks wurden zu Tk3 1117 und 1118, als diese Privatbahn 1950 von den Staatsbahnen übernommen wurde. Nach dem Winterkrieg 1939/40 mussten 24 Tk3 im Rahmen der Kriegsentschädigung an die Sowjetunion abgegeben werden. 1945 beschlagnahmte die Sowjetunion die Nr. 1115 wegen verspäteter Reparationsleistungen. Die Tk3 874 und 887 kamen bereits 1942 nach Finnland zurück., 1951/52 folgten Tk3 821, 822 und 886. Aufgrund der begrenzten Produktionskapazitäten in Finnland wurden 20 Tk3s 1949 von Frichs in Dänemark gebaut (# 1147-1166).

Aufgrund des geringen Achsdrucks von 10,7 Tonnen konnten die Lokomotiven auf allen Nebenstrecken eingesetzt werden, darüber hinaus beförderten sie auch häufig Nahverkehrszüge auf Hauptstrecken. Trotz ihres geringen Gewichts waren die Leistungen hervorragend. Der Brennstoffverbrauch (am häufigsten wurde Birkenholz verfeuert) war gering und sie waren beim Lokpersonal sehr beliebt.

Die Lackierung war die gleiche wie bei anderen VR-Dampflokomotiven: dunkelgrün mit einer schwarzen Rauchkammer. Bei der Anlieferung besaßen viele Loks dünne goldfarbene Zierstreifen, die jedoch meistens bei Wartungen nicht wieder angebracht wurden. Die Tk3 waren bis zum Ende der Dampfzeit im Jahr 1975 im Einsatz.

Tk3 1136 wurde 1947 von Tampella in Tampere mit Fabriknummer 563 gebaut. Sie wurde 2006 zur Museumslokomotive ernannt und ist heute Teil des Eisenbahnmuseums Haapamäki.

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