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Samstag, 20 Juni 2020 12:00

Deutsches Erdölmuseum Wietze

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Der Ort Wietze bei Celle spielte in der Geschichte der Erdölgewinnung in Deutschland eine besondere Rolle: Hier gewann man schon Mitte des 17. Jahrhunderts aus flachen „Teerkuhlen“ ölhaltigen Sand, aus dem das Öl in großen hölzernen Trögen ausgewaschen wurde.

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1858 wurde am Rande der größten Teerkuhle eine der weltweit ersten Erdölbohrungen niedergebracht. Über 2000 weitere Bohrungen folgten bis Anfang der 1930er-Jahre.In Wietze waren in der Anfangszeit mehrere Dutzend Ölgesellschaften tätig; zwischen 1900 und 1920 war Wietze das produktivste deutsche Erdölfeld und lieferte knapp 80 Prozent der deutschen Förderung. Um 1970 wurde die Förderung eingestellt.

Heute befindet sich auf letzten Fördergelände das Deutsche Erdölmuseum Wietze. Das Museum zeigt sehr anschaulich die Geschichte der Erdölförderung in Deutschland. Auf dem Freigelände wurden zahlreiche Fördergeräte aufgebaut. Der 54 Meter hohe Bohrturm 70 wird derzeit saniert.

Das Museum verfügt auch über Exponate aus der Feldbahnwelt. Vorhanden sind ein Strüver Schienenkuli, eine sehr seltene Diesellok der Breslauer Firma Budich und eine 1955 gebaute Diesellok der Firma Schöma. Die Budich und die Schöma Lok können normalerweise auch in Betrieb gezeigt werden. Allerdings ist ein Bahnbetrieb auf Grund der Sanierung des Bohrturms derzeit nicht möglich. Sehenswert ist die Gleisanlage mit ihren dreischienigen (600 und 900 mm) Gleisen und Weichen.

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Letzte Änderung am Mittwoch, 17 Juni 2020 18:37