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Donnerstag, 23 November 2017 18:00

Plandampf Bosnien

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Wer hätte ahnen können dass die Kriegsloks im Raum Tuzla in Bosnien Ende 2017 noch immer benötigt werden? Stefan Lohr und André Pietz hatten die Initiative ergriffen mit drei Personen hinzufliegen. Während dieses Besuches rangierte die 33-248 (ex 52 4779, Henschel & Sohn Nr. 28370/1944) in der Kohleverladung der Zeche Dubrave und die 33-064 (ex 52 1134, DWM Nr. 548/1943) in Sikulje.

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Die meisten Züge zum Kraftwerk in Tuzla werden allerdings von Diesellokomotiven befördert, obwohl Dampfbespannte Züge im Voraus bestellt werden können. Am 17. und 18. November zog die 33-064 neunzehn beladenen Kohlewagen von Sikulje über Lukavac nach Bosanska Poljana. In Banovići stand außerdem die 760 mm. Schmalspurlok 83-159 (Đuro Đaković Nr. 54/1948) für Rangierzwecken unter Dampf.

Betriebsfähig standen in der Lokwerkstatt Bukinje die 33-236 (ex 52 817, Henschel & Sohn Nr. 28142/1944) und 33-504 (ex 52 793, Henschel & Sohn Nr. 28118/1944). Die 33-503 (ex 52 1345, DWM Nr. 812, 1944) wurde ausgebessert.

In 1944 wurden 15 neue Lokomotiven der Baureihe 52 an Serbien und 24 an Kroatien geliefert. Nach der Befreiung Jugoslawiens erhielten sie von den Jugoslawischen Staatsbahnen JDŽ (JŽ ab 1953) die Nummern 33-001 bis 33-039. Ob es eine 33-040 gegeben hat ist unbekannt, aber die daran anschließenden Nummern bis 33-177 wurden an Loks vergeben welche nach dem Krieg in Jugoslawien zurückgeblieben waren. In 1947 und 1948 kamen fünfzig 52er und drei 50er aus sowjetischen Beständen hinzu, wovon mehr als die Hälfte aus Beuteloks aus Österreich bestand (die 33-178 bis 33-230). In 1952 trafen nochmal 35 Loks aus der BRD ein (33-231 bis 33-265). Zum Schluss kamen in 1964 und 1966 noch 76 Stück aus der Sowjetunion (33-266 bis 33-341). Damit war die Baureihe 33 die größte in Jugoslawien.

Darüber hinaus setzte das Kohlebergwerk Kreka bei Tuzla noch fünf Lokomotiven der Baureihe 33 ein. Die 33-501 (ex 52 2464, ex ČSD 555.0566, Henschel & Sohn Nr. 27632/1943) und 33-502 (ex 52 7620, WLF Floridsdorf Nr. 16968, 1943, jetzt KHKD) kamen aus der Tschechoslowakei und die 33-503 bis 33-505 (ex 52 3654, WLF Floridsdorf Nr. 17237, 1943) aus der Sowjetunion.

Die 33er waren überall im Lande anzutreffen vor sowohl Personen- als auch Güterzügen. Manche Loks wurden noch während des Bosnienkrieges von 1992 – 1995 eingesetzt. Nach Ende der Kämpfe in 1995 standen bei dem Kohlebergwerk Kreka bei Tuzla acht 33er in Betrieb: 33-064, 33-216, 33-236, 33-248, 33-501 und 33-503 bis 33-505.

Quelle: Peter Slaughter, Alexander Wassiljew, Roland Beier “Kurze Geschichte der Kriegslokomotiven Baureihe 52 und ihr Verbleib in Ost und West“, Frank Stenvall-Lok Report Verlag 1996, ISBN 91-7266-139-9

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