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Mittwoch, 03 November 2021 10:56

Zukunftswerkstatt Bahnpark Augsburg liefert Ideen für weitere Konzeption der Dauer-Ausstellung

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Fotos Conny Kurz.

Im Bahnpark Augsburg gibt es seit dem vergangenen Wochenende einen neuen Fahrplan: In einem Workshop der Bahnpark gGmbH zusammen mit dem Verein dieKunstBauStelle e.V. wurden unter dem Motto „Erkunden und Beobachten“ der bestehenden Ausstellung und ihrer Besucher erste Ideen für die weitere Gestaltung des Museums erarbeitet.

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Zum Auftakt erlebten und beurteilten die Teilnehmer von 11-85 Jahren aus den verschiedensten Tätigkeitsbereichen vom Bahnparkfan, Denkmalpfleger, Schuldirektor, Stadtrat bis zur 11-Jährigen gemeinsam die bestehende Präsentation und deren Wirkung auf sie selbst wie auch auf externe Besucher.

Eine der Grundideen der gegenwärtigen Ausstellungsmacher besteht darin, die Rolle der Bahnwelt in den Biografien zeitgeschichtlicher Persönlichkeiten darzustellen. Daher war Höhepunkt und Abschluss des Samstags der Besuch von Leslie Mandoki, der als Musiker und Musik-Produzent mit „Dschinghis Khan“ und den „Soulmates“ Musik-Geschichte schrieb. Mandokis Erfolg ist ohne seine Flucht aus dem kommunistischen Ungarn der 70er Jahre entlang der Bahnschienen durch den Karawanken-Eisenbahntunnel und auf einer engen Bahnbrücke über eine Schlucht in den österreichischen Alpen nicht denkbar. Seine Erzählung konnte die Welt des Kalten Krieges der 70er und 80er-Jahre auch den Jugendlichen anschaulich vermitteln, die sich im Publikum befanden und an die sich der Musiker auch immer wieder direkt wandte. Damit demonstrierte er sehr eindrucksvoll, wie sich der Bahnpark die Vermittlung europäischer Geschichte anhand der Loks und der mit ihnen verbundenen Geschichten vorstellt.

Am Sonntag nutzen um die 250 Besucher den strahlenden Sonnenschein, um die 16 historischen Lokomotiven, die Lokomotiven-Drehscheibe aber auch die Minibahn zum letzten Mal in diesem Jahr zu erleben. Über Befragungen und Beobachtung erfassten die Workshop-Teilnehmer deren Verhalten und ihre Wünsche und erfuhren Bekanntes und Überraschendes: „Ich hätte nicht gedacht, dass manche Dame sich viel mehr für die Technik der Lokomotiven interessiert als ihr männlicher Begleiter“ staunte einer der Beobachter. „Oder dass dem ein oder anderen Vater die Fahrt mit der Minibahn sehr viel wichtiger ist als seinem 4-jähriger Sohn.“ Dabei entstanden auch Ideen für wirkungsvolle und einfache Optimierungen wie beispielsweise eine bessere Ausschilderung der Zufahrt zum Gelände oder weitere Wegweiser auf den Ausstellungsflächen.

Diese ersten Ergebnisse werden am Freitag, 12. November um 17:00 Uhr in Bahnpark vorgestellt in einer öffentlichen Runde. „Dabei wird durchaus Überraschendes zu berichten sein, denn auch in der Bahnwelt gibt es das ein oder andere Vorurteil, das dabei korrigiert werden wird“, so Wolfgang Hauck der Initiator der Zukunftswerkstatt. „In jedem Fall wurde eine sehr gute Grundlage gelegt für einen regen Austausch und die weitere Erkundung gelegt,“ so Markus Hehl, Geschäftsführer der Bahnpark Augsburg. Jürgen Einninger, lobte in seiner Begrüßung als Kulturreferent das partizipative Format dieser Ideenwerkstatt und erhofft sich viele Impulse für das neue Quartier und die europäische Ausstrahlung Augsburgs.

An dieser Ideenwerkstatt wirken Bürger und Bürgerinnen aus Augsburg und dem Umland, sowie Experten und Expertinnen aus verschiedenen Fachbereiche mit. Wer sich an der Zukunftswerkstatt zur Gestaltung der Ausstellung beteiligen möchte kann sich anmelden unter E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! oder Telefon: 0174-19 48 957.

Pressemeldung Bahnpark Augsburg

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Letzte Änderung am Mittwoch, 03 November 2021 11:21