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Montag, 29 Januar 2018 20:38

Sachsens besondere Schmalspurlokomotive I K Nr. 54 verlässt - vorübergehend - ihre Heimat

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Am Morgen des 31.01.2018 verlässt die I K Nr. 54 mit dem Spezialtransportfahrzeug der PRESS GmbH den Freistaat Sachsen, um zur fälligen Hauptuntersuchung in das DB Fahrzeugwerk in Meiningen gebracht zu werden.

In den Jahren 2006 - 2009 war die erste sächsische Schmalspurlokomotive in einem einmaligen Projekt - vollständig aus Spenden finanziert - neu entstanden und seitdem auf fast allen Schmalspurbahnstrecken in Sachsen unterwegs gewesen. Tausende Menschen sind mit ihr gefahren, seit dem Sommer 2016 im passenden I K-Zug aus der Epoche der Königlich Sächsischen Staatseisenbahnen. Ende September 2017 endete nun die gesetzlich begrenzte Einsatzzeit. Die Lok muss nun in einem Fachbetrieb demontiert, geprüft und ggf. instandgesetzt werden. Nach Abschluss aller Arbeiten kann die Lok dann wieder weitere 8 Jahre im Betriebseinsatz erlebt werden.

Die Stiftung Sächsische Schmalspurbahnen hält diese Lokomotive in ihrem gemeinnützigen Stiftungsvermögen, betrieben wird sie jedoch durch die Fachleute der Interessengemeinschaft Preßnitztalbahn e.V., die nunmehr auch die Hauptuntersuchung als Projektträger verantwortet.

Zur bevorstehenden Hauptuntersuchung sagt der Vorsitzende des Stiftungsvorstandes Dr. Andreas Winkler: "Wir freuen uns, dass mit dem heutigen Transport von Mügeln nach Meiningen nach der intensiven Vorbereitung nun die nächste Phase unseres Projektes beginnt. Ein herzlicher Dank gilt der Döllnitzbahn GmbH, die der I K Nr. 54 seit dem Einsatzende im September 2017 eine trockene und sichere Heimat im Heizhaus Mügeln gegeben hat sowie der PRESS, die den Transport durchführt."

Für die Hauptuntersuchung stehen leider keine Fördermittel zur Verfügung, so dass nach dem Bau nun auch diese gesetzlich vorgeschriebene Untersuchung wieder mit Spenden finanziert werden muss. Gerade zum Jahreswechsel hat die Stiftung viele Spenden erhalten.

Winkler dazu: "Ohne das Engagement vieler Eisenbahnfreunde und Unternehmen wäre der Bau der I K nicht möglich gewesen. Nun gilt es, erneut die finanziellen Mittel aufzubringen, damit die Leistungen des DB Werkes in Meiningen bezahlt werden können. Wir rechnen mit einem sechsstelligen Betrag, da alle wesentlichen Arbeitsschritte an diesem technischen Unikat durch Handarbeit zu erbringen. Wir danken allen Spendern sehr herzlich und bitten um weitere Zuwendungen, damit die Zeit nicht allzu lang sein wird, bevor der Transport-LKW die I K Nr. 54 wieder in ihre sächsische Heimat zurückholt."

Pressemeldung Stiftung Sächsische Schmalspurbahnen, http://stiftung-ssb.de

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