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Dienstag, 24 April 2018 16:32

Frühling auf schmaler Spur auf Rügen

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Zwischen 1895 und 1918 entwickelte sich auf der Ostsee-Insel Rügen ein mächtiges, über 100 km langes Schmalspurbahn Netz mit der Spurweite von 750mm. Federführend bei Bau und Betrieb war der legendäre Kleinbahnkonzern Lenz & Co - dieser betrieb die Rügenschen Kleinbahn AG bis nach dem 2. Weltkrieg.

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Per 1.4.1949 übernahm die Deutsche Reichsbahn (DR) die Schmalpurbahnen auf Rügen und leitete auch den zwischen 1959 und 1970 umgesetzten Verkehrsträgerwechsel, von der Schiene auf die Straße ein. Erhalten blieb letztlich die "Stammstrecke" von der alten Residenzstadt Putbus über Binz nach Göhren - seit 1999 erweitert um ein Dreischienengleis auf der Strecke von Putbus nach Lauterbach Mole.

1996 wurde die verbliebene Schmalspurbahn reprivatisiert und befindet sich im Eigentum des Landkreises Vorpommern-Rügen. Betrieben wird die Bahn, gemeinsam mit der Normalspurstrecke Bergen auf Rügen, Putbus - Lauterbach Mole, nach diversen Irrungen und Wirrungen zu Beginn der neuerlichen Privatbahnzeit von der PRESS - dem kommerziellen und professionellen Ableger der Preßnitztalbahn in Sachsen.

Somit sind aktuell rund 26 km Schmalspurbahn mit Regelbetrieb an 365 Tagen im Jahr in Betrieb, abwechslungsreiche Landschaft, interessante Fahrzeuge mit planmäßigem Dampfbetrieb und echtes ostdeutsches Kleinbahnflair belohnen den Besucher zu jeder Jahreszeit.

Der Frühling - nach dem strengen Winter 2017/18 - gehört noch zum Winterfahrplan welcher auf Rügen bis zum 9. Mai seine Gültigkeit besitzt. Aber trotz der Ruhe vor dem Sturm in der Sommersaison verkehren die Züge der Schmalspurbahn zwischen Putbus und Göhren im 2-Stundentakt mit 2 Umläufen und natürlich Dampftraktion.

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