Von Bayern ins Ruhrgebiet - Transrapid 07 im Eisenbahnmuseum Bochum angekommen


Mit Hilfe zweier Autokräne „schwebte“ der Transrapid 07 am 11.09.2024 auf seinen neuen Ausstellungsplatz im Eisenbahnmuseum Bochum. Zuvor hatten die Kräne dort originale Betonfahrbahnelemente der Magnetbahn auf vorbereitete Fundamente gesetzt. In den beiden Nächten davor war die Sektion 1 des Transrapid 07 von seinem bisherigen Standort bei der Firma Max Bögl in Sengenthal (Neumarkt in der Oberpfalz) per Straßenschwertransport ins Ruhrgebiet überführt worden.
Die Bochumer haben das Fahrzeug für einen symbolischen Euro von der Firmengruppe Max Bögl gekauft. Das Unternehmen hat seit den 1990er Jahren maßgeblich am Bau des Fahrwegsystems für den Transrapid mitgewirkt und inzwischen ein eigenes Magnetschwebe-System „TSB – Transport System Bögl“ für den Nah- und Güterverkehr entwickelt.
Beim Versuch, in Deutschland eine Referenzstrecke für die Magnetschwebebahn zu bauen, war zeitweise auch das Ruhrgebiet mit im Rennen gewesen. Als Alternative zum gescheiterten Projekt eines Transrapid Hamburg – Berlin wurde im Jahr 2000 u. a. der „Metrorapid“ von Düsseldorf über Duisburg, Essen und Bochum nach Dortmund geplant. Nicht zuletzt aus Kostengründen beendete die NRW-Landesregierung aber 2003 die ehrgeizigen Metrorapid-Pläne. Das Aus war aber zugleich die Initialzündungen für das schienengebundene Regionalzugsystem Rhein-Ruhr-Express (RRX).
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