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Freitag, 29 Juni 2018 15:52

Superpower in Südafrika

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Die Reefsteamers in Germiston, Südafrika bieten regelmäßig dampfbespannte Züge nach Magaliesburg an. Diese Züge werden in der Regel von einer Lok gezogen, aber am 23. Juni waren sowohl die 12AR 1535 als auch die 15F 3046 vor dem Zug. Die Bespannung war so kräftig, dass es nicht einfach war, den Zug zu überholen.

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Bergab nach Magaliesburg wurde öfters 90 km/h überschritten, aber auch in den extrem starken Steigungen während der Rückfahrt war der Zug nicht wesentlich langsamer.

Die 2'D1' der Baureihe 12A der South African Railways waren eine verbesserte Version der BR 12 mit größeren Zylindern und mit einem neuen Kessel mit Verbrennungskammer. Von 1919 bis 1929 wurden 67 Exemplare hergestellt. Die ersten 20 mit Nummern 1520 – 1539 wurden in 1919 von North British Lokomotive Company (NBL) geliefert. Im gleichen Jahr baute NBL noch 15 Loks, die jedoch in 1921 abgeliefert wurden. Diese Loks fuhren als 2111 – 2125. 6 weiteren Maschinen (mit Nummern 1540 – 1545) kamen in 1928 von Henschel & Sohn, ein Jahr später gefolgt von 13 anderen (1546 - 1550 und 2103 – 2110). Die letzten 13 (2126 – 2138) stammen auch aus 1929, aber dann wieder von NBL. Zwischen 1947 und 1953 baute NBL nochmals 8 Loks für Zechen.

In den Jahren 1940 erhielten 44 Lokomotiven der BR 12A einen modernisierten Kessel. Diese Maschinen bildeten die neue Baureihe 12AR. Sie bekamen auch ein neues Führerhaus, einen verlängerten Rauchkammer und neue Überhitzer.

Die Hauptaufgabe der Loks der Reihe 12A war die Beförderung von Kohlezügen in Transvaal zwischen Witbank und Germiston, aber sie fuhren auch in der Kapprovinz und in Natal. In 1977 wurden alle noch vorhandenen Maschinen dieser Baureihe für Rangierzwecke nach De Aar und Kimberley geholt.

Die meisten neubekesselten Lokomotiven der BR 12AR waren ebenfalls vor Kohlezügen in Transvaal anzutreffen, obwohl sie auch in Kimberley, De Aar, Port Elizabeth, East London, Glencoe, Newcastle, Klerksdorp und Kroonstad zu Hause waren.
Die Loks der BR 12A und 12AR waren sehr erfolgreich und kräftig mit niedrigen Reparaturkosten.

Nr. 1535 mit Name “Susan” ist die letzte überlebende 12AR. Die Maschine wurde von NBL in 1919 gebaut mit Fabriknummer 21753. Zuletzt war sie als Rangierlok in Germiston stationiert. Formal ausgemustert wurde sie nie und beförderte Sonderzüge bis Ende der Jahre 1980.

Die 2'D1'-Baureihe 15F sollte schwere Personen- und Güterzüge befördern. Zwischen 1938 und 1948 sind 255 Exemplare dieser Loks gebaut worden.
Die ersten 21 kamen in 1938 aus Deutschland. Sieben Loks (mit Nummern 2902 - 2908) wurden von der Berliner Maschinenbau geliefert und 14 (Nr. 2909 - 2922) von Henschel und Sohn. 44 weitere (Nr. 2923 - 2966) wurden in 1938 von der North British Locomotive Company (NBL) in Glasgow hergestellt.

Die Konstruktion weiterer Lokomotiven wurde kriegsbedingt unterbrochen, aber noch vor Kriegsende folgten neue Lieferungen. In 1944 produzierte Beyer Peacock und Co. 30 Maschinen (Nr. 2967 - 2996) und in 1945 kamen 60 Stück (Nr. 2997 - 3056) von NBL dazu. Die letzte Serie von 100 (Nr. 3057 - 3156) kam von NBL in 1946 und 1947.

Die ersten Exemplare waren handgefeuert, später wurden mechanische Stoker eingebaut. Die Nachkriegsloks erhielten von Anfang an einen mechanischen Stoker und vakuumgebremste Kuppelachsen.
Während die Loks zuerst im Oranje-Freistaat und in Westtransvaal eingesetzt wurden, waren sie später im ganzen Land anzutreffen.

Die 3046 zog 1947 den königlichen Zug, mit der zu der Zeit noch-Prinzessin Elizabeth an Bord. Gebaut im Jahr 1945, wurde diese Lok in 1988 als Ersatzlok betriebsfähig abgestellt.

Als Transnet 1991 das eigene Dampfprogramm beendete, wurden die Reefsteamers im alten Bw Germiston gegründet. Seitdem werden die 12AR 1535 “Susan“ und die 15F 3046 “Vreni“ (sowie einige anderen Dampflokomotiven) von den Reefsteamers weiter betreut. http://www.reefsteamers.com/Home.

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