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Donnerstag, 07 Februar 2019 16:30

Europa-Lok im Bahnpark Augsburg eingetroffen

db 184 112 e 410

Die historische E-Lok „184 112-1“ wird in der späteren Ausstellung im „Rundhaus Europa“ im Bahnpark Augsburg an die Unterzeichnung des deutsch-französischen Élysée-Vertrages und an den Fall der Grenzen in Europa erinnern.

Das Deutsche Technikmuseum in Berlin unterstützt den Aufbau des Museumsprojektes „Rundhaus Europa“ im Bahnpark Augsburg und hat eine sogenannte „Europa-Lok“ als langfristige Leihgabe zur Ausstellung in die Fuggerstadt entsandt.

Die historische Lokomotive mit der Bezeichnung „184 112-1“ hat eine Länge von knapp 17 Metern und ein Gewicht von rund 84 Tonnen. Sie traf am Dienstag, 5. Februar 2019 in Augsburg ein. Im Schlepp einer modernen Elektrolok war das außergewöhnliche Exponat über die knapp 600 Kilometer lange Strecke von der Spree bis an den Lech transportiert worden.

Die Lokomotive wurde im Jahr 1965 als „E 410 012“ von der damaligen Deutschen Bundesbahn in Dienst gestellt und markierte als sogenannte „Vier-System-Lokomotive“ einen Meilenstein in der europäischen Eisenbahn- und Technikgeschichte: 20 Jahre nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges und zwei Jahre nach der Unterzeichnung des Élysée-Vertrages zwischen Deutschland und Frankreich sollten die Grenzen über europäischen Schienen überwunden werden. Dazu erhielt die Lokomotive eine elektrische Ausrüstung, mit der sie nicht nur in Deutschland sondern auch in Frankreich, Belgien und Luxemburg fahren konnte. Als echte „Europa-Lokomotive“ trug sie dazu bei, dass die Bahnsysteme zusammenwuchsen und die Bürger in Europa mehr Reisefreiheit genießen konnten.

Im Bahnpark Augsburg entsteht mit Unterstützung staatlicher Eisenbahnmuseen aus ganz Europa das Projekt „Rundhaus Europa“. In der späteren Ausstellung sollen ausgewählte Lokomotiven als „stählerne Zeitzeugen“ von der wechselvollen Kulturgeschichte Europas berichten und den Besucher auf eine Art „Zeitreise“ mitnehmen. Eine Lok, die in der Zeit von Kaiserin Sisi in Österreich gebaut wurde, gehört ebenso dazu wie beispielsweise eine Dampflokomotive, die während des „Kalten Krieges“ als sogenannte strategische Reserve in den endlosen Wäldern am Polarkreis in Schweden versteckt worden war.

Ab Juni 2019 wird der Bahnpark wieder für Besucher zugänglich sein – zunächst im Rahmen von Führungen.

Pressemeldung Bahnpark Augsburg

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Letzte Änderung am Freitag, 08 Februar 2019 08:19