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Sonntag, 24 Februar 2019 18:00

Auf 600 mm durch den Klützer Winkel

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Eine unspektakuläre Bahnstrecke an der Ostsee - 15,3 km von Grevesmühlen nach Klütz - kann mit einer spannende Geschichte aufwarten. 1905 normalspurig erbaut wurde der Güterverkehr 1994 eingestellt. Ein Jahr später legte die DB-AG auch den Personenverkehr still.

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In der Region wollte man sich jedoch mit der Stilllegung nicht abfinden und so nutze die Klützer Ostsee Eisenbahn von 1997 bis 2005 die Strecke für touristische Verkehre. Dann war endgültig Schluss - so schien es. Die Gleisanlagen wurden nach knapp mehr als 100 Betriebsjahren im Jahr 2006 abgetragen.

Doch manchmal geschieht ein Wunder - diesmal in Form der Stiftung Deutsche Kleinbahnen. Dieser Organisation gelang innerhalb kürzester Zeit, was viele für unmöglich gehalten hätten. Auf dem Gleisbett der früheren Normalspurbahn entstand eine nagelneue Schmalpurbahn mit der Spurweite von 600mm - in Mecklenburg-Vorpommern durchaus eine gängige Spurweite auch für öffentliche Bahnen im Personen - und Güterverkehr.

Von 2012-2014 erfolgte der Wiederaufbau auf 4,5 km zwischen Klütz und Reppenhagen und seit 2018 wird an einer weiteren Verlängerung um 2 km bis Gutow gearbeitet. Bemerkenswert auch der Anfangsbahnhof Klütz - prächtig restauriertes Empfangsgebäude und Lokschuppen, ein historisches Ensemble - und als Tüpfchen auf dem "i" eine Segmentdrehscheibe. Gefahren wird mit 3-4 Zugpaaren im Hochsommer sogar täglich.

Text und Fotos: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!, Juli 2018

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Letzte Änderung am Sonntag, 24 Februar 2019 18:10
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