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Dienstag, 17 September 2019 09:46

VDV: Branche eröffnet bundesweite Online-Stellenbörse mit aktuell 6.000 offenen Stellen

Der Branchenverband VDV warnt davor, dass der zunehmende Personalmangel das Wachstum bei Bus und Bahn und damit die Erreichung der klimapolitischen Ziele im Verkehrssektor gefährden könnte.

„Es fallen – wenn auch glücklicherweise nur vereinzelt – schon jetzt Fahrten aus, weil Personal fehlt. Wir wollen künftig unser Angebot weiter ausbauen, um mit Blick auf die Klimaschutzziele im Verkehrssektor attraktiver für den Umstieg von deutlich mehr Fahrgästen zu werden. Doch das geht nur mit zusätzlichem qualifiziertem Personal. Wir brauchen in den kommenden Jahren deshalb rund 50.000 neue Kolleginnen und Kollegen. Und zwar in allen Bereichen, vor allem aber im Fahrdienst“, so VDV-Präsident Ingo Wortmann. Die Branche hat deshalb, koordiniert durch den VDV, heute die erste bundesweite Stellenbörse für alle Jobs im Personen- und Schienengüterverkehr eröffnet. Unter www.in-dir-steckt-zukunft.de finden potenzielle Bewerberinnen und Bewerber aktuell deutschlandweit rund 6.000 offene Stellenangebote bei den Mitgliedsunternehmen des VDV.

„Wir sind eine Wachstumsbranche und suchen daher in allen Bereichen: vom Berufsanfänger bis zum Quereinsteiger, vom Fahrdienst über Service- und Werkstattmitarbeiter bis zu Hochschulabsolventen. Nur wenige wissen, dass in unserer Branche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in 78 verschiedenen Berufen tätig sind“, so Wortmann. Auf dem neuen Portal werden immer automatisch die aktuellen Stellenangebote aus der gesamten Branche anzeigt. Außerdem gibt es eine Arbeitgebersuche mit der man schnell die jeweiligen Verkehrsunternehmen vor Ort und relevante Informationen über die potenziellen Arbeitgeber findet. Zudem können sich Bewerberinnen und Bewerber über die verschiedenen Berufsbilder in der Branche informieren.

Bedarf an Fahrpersonal und Auszubildenden ist besonders hoch

Die Branche sucht in den kommenden Jahren rund 7.500 Auszubildende. Vom Personalmangel ist aber vor allem der Fahrdienst massiv betroffen. Zwei Drittel der neu- und wiederzubesetzenden Stellen entfallen auf die Berufe Lok- bzw. Triebfahrzeugführer, U-, Straßenbahn- und Busfahrer. „Das sind aktuell absolute Engpassberufe. Bei Lokführern brauchen wir momentan etwa 200 Tage, um eine offene Stelle zu besetzen, bei Busfahrern ist es ähnlich. Die Unternehmen reagieren darauf, indem sie die Rahmenbedingungen für diese Jobs kontinuierlich verbessern. Zudem wirbt die Branche auch zunehmend im Ausland um qualifiziertes Personal. Wir unterstützen die Bundesregierung deshalb auch bei der Verabschiedung eines guten Einwanderungsgesetzes, das uns den unkomplizierten Zuzug guter Arbeitskräfte aus dem Ausland ermöglicht“, so Wortmann abschließend.

Pressemeldung VDV

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