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Montag, 23 September 2019 09:57

Pro Bahn: Nicht nur Fernverkehrspreise senken

Das vorgestellte Klimapaket ist ein Schritt in die richtige Richtung. Der Fahrgastverband PRO BAHN fordert, dass die geplante Preiserhöhung im Schienenpersonennahverkehr (SPNV) zurückgenommen und die Steuerreduzierung auch hier vollständig durchgereicht wird. Für das anzupassende Umsatzsteuergesetz fordern die Fahrgastvertreter, dass auch die Mehrwertsteuer auf Ländertickets und BahnCards auf 7% gesenkt wird.

Der Fahrgastverband PRO BAHN begrüßt das vorgestellte Klimapaket. Die Elemente zur Eisenbahn sind ein guter Anfang. „Die Maßnahmen und deren Volumen müssen zukünftig jährlich überprüft und, wo sinnvoll, ausgeweitet oder um neue Maßnahmen ergänzt werden“, erwartet der stellvertretende Bundesvorsitzende Lukas Iffländer. In diesen Prozess sind die Fahrgastverbände einzubinden.

Die Deutsche Bahn legt vor und kündigt an, dass die reduzierte Mehrwertsteuer für Fernverkehrstickets vollständig an die Fahrgäste durchgereicht wird. Dies erwarten die Fahrgastvertreter auch im Schienenpersonennahverkehr (SPNV): „Hier sind Fahrkarten über 50 km bisher auch mit 19 % besteuert. Wenn dies jetzt endet, muss sich das in den Preisen niederschlagen“, fordert Ehrenvorsitzender Karl-Peter Naumann. Das zuständige Gremium, der Tarifverband der Bundeseigenen und Nichtbundeseigenen Eisenbahnen in Deutschland (TBNE), muss die für Dezember angekündigte Preiserhöhung zurücknehmen. Für Naumann ist klar: „Nach der Ankündigung des Klimapakets jetzt die Bahnpreise zu erhöhen, ist desaströs und nicht vermittelbar.“

Bisher macht das Paket der Bundesregierung keine präzisen Angaben, welche Angebote genau von der Mehrwertsteuersenkung profitieren. Für den Fahrgastverband PRO BAHN liegt es auf der Hand, dass sich die Anpassung nicht rein auf Fahrscheine ab 50 km beschränken darf. „Für günstigen Ländertickets und die verschiedenen BahnCards gilt aktuell der erhöhte Mehrwertsteuersatz. Auch das muss sich ändern, um die Attraktivität der Bahn zu steigern“, verlangt Iffländer. Beim teuersten „Fernverkehrsticket“, das die Deutschen Bahn anbietet, der Bahncard 100, entspräche das einer Preisreduzierung von 443 € in der zweiten und 750 € in der ersten Klasse.

Der Fahrgastverband PRO BAHN wird das Klimaschutzpaket kritisch weiterbegleiten und an den notwendigen Stellen Weiterentwicklungen einfordern.

Pressemeldung Pro Bahn

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