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Mittwoch, 09 Oktober 2019 13:45

Verkehrsministerkonferenz: Verkehrsminister Dulig setzt sich für länderübergreifenden Deutschland-Pakt für Deutsche Bahn ein

Ein wichtiges Thema auf der Agenda der heute startenden Herbstkonferenz der Verkehrsminister von Bund und Länder in Frankfurt/Main sind die Stärkung des Schienenverkehrs in Deutschland und damit verbundene notwendige Bahn-Reformen.

»Es wird höchste Zeit, dass wir uns mit dem Verkehrsträger endlich umfassend beschäftigen und uns auf einen länderübergreifenden Deutschland-Pakt für die Deutsche Bahn verständigen. Die aktuellen Bestrebungen der Bahn und des Bundes zum Fernverkehrskonzept und zum deutschlandweiten Taktfahrplan weiß ich durchaus zu schätzen. Dies wird jedoch nicht ausreichen, um die Bahn wieder zu einem kundenfreundlichen, akzeptierten und am Ende auch vielfach genutzten Verkehrsträger zu machen«, so der sächsische Verkehrsminister Martin Dulig im Vorfeld der Verkehrsministerkonferenz.

Die Bahn solle attraktiver werden für alle Kunden, damit nicht nur Pendler regional mit dem Zug fahren, sondern auch innerdeutsch die Bahn nutzen und vor allem europaweit vom Flugzeug auf die Schiene wechseln.

»Wir benötigen attraktive nationale und internationale Anbindungen. Neu- und Ausbaumaßnahmen, vor allem Elektrifizierungen, müssen schneller erfolgen. Wir benötigen modernes Wagenmaterial, welches den Anforderungen der heutigen Zeit, z.B. Klimatisierung oder Digitalisierung und Netzverfügbarkeit, entspricht und das auch für hohe Geschwindigkeiten ausgelegt ist. Ich bin der festen Überzeugung, dass auch die Nachtzüge wieder eingesetzt werden sollten. Gerade junge Menschen werden diese Angebote nutzen«, so Dulig.

Auch der Schienengüterverkehr müsse durch Investitionen in das Güterverkehrsnetz gestärkt werden. Verbesserungen sind vor allem bei der Förderung von Gleisanschlüssen und Umschlaganlagen des kombinierten Verkehrs notwendig. »Täglich müssen wir erleben wie der Straßengüterverkehr an seine Grenzen stößt. Mehr Transporte auf der Schiene dienen daher nicht nur der CO2-Verminderung und damit dem Klimaschutz, sondern entlasten auch unsere Autobahnen«, betont Dulig.

Finanziell müsse Bahnfahren endlich wieder attraktiver für die Kunden werden. Dulig: »Daher befürworte ich auch die Absenkung der Umsatzsteuer.« Auch andere Möglichkeiten zur finanziellen Entlastung sollten besprochen werden. »Am fehlenden Geld würde eine Reform des Bahnsystems nicht scheitern, wie man uns immer wieder aus dem Bundesverkehrsministerium versichert. Setzen wir uns gemeinsam an die Spitze, im Sinne der Bahnkunden, im Sinne attraktiver Mobilität und im Sinne des Klimas!«

Pressemeldung Sächsisches Staatsministerium für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr

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Letzte Änderung am Mittwoch, 09 Oktober 2019 13:47