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Montag, 16 März 2020 16:38

Pro Bahn: ÖPNV-Angebot wegen Corona nur mit Bedacht anpassen

Angesichts des Rückganges der Fahrgastzahlen durch Schulschließungen und rückgehenden Reiseverkehr beginnen Verkehrsunternehmen, ihre Fahrpläne zusammenzustreichen. So gilt beispielsweise in Augsburg ab dem heutigen Montag der Ferienfahrplan. Die S-Bahn München läßt zahlreiche Tasktverstärkerzüge entfallen. Im Endergebnis sitzen und stehen die Fahrgäste damit wie heute morgen in der S8 zwischen Stammmstrecke und Johanniskirchen eng gedrängt.

Der Fahrgastverband PRO BAHN Bayern e.V. fordert nun den Freistaat, die Landkreise und kreisfreien Städte auf, solche Maßnahmen sorgfältig abzuwägen. Nach wie vor müssen die Bürger zur Arbeit kommen. Aber insbesondere im Gesundheitswesen, in den Seniorenheimen, im öffentlichen Dienst, aber auch in anderen Branchen wie im Lebensmittelhandel arbeiten zahlreiche Beschäftigte, die auf Busse und Bahnen angewiesen seien, um ihren Arbeitsplatz zu erreichen, so der Fahrgastverband.

Bei Fahrplanausdünnungen darf es nicht dazu kommen, dass diese Berufsgruppen auf Grund von festen Schichtarbeitszeiten kein Angebot mehr vorfinden.

PRO BAHN Landesvorstand Lukas Iffländer: "Zudem muss vermieden werden, dass diese Fahrgäste gezwungen sind, in voll besetzten Zügen mit Stehplätzen eng aneinander gedrängt zu fahren, weil Kapazitäten zurückgefahren wurden."

Sein Vorstandskollege Jörg Lange ergänzt: "Wichtig ist es, dass das Sitzplatzangebot in Regionalzügen nicht reduziert wird, damit man den generell geforderten Abstand von ein bis zwei Metern zwischen Personen einhalten kann."

Wenn also Zugverbindungen gestrichen werden, sollten nach Auffassung von PRO BAHN die frei gewordenen Triebwagen sogar zur Verlängerung der Züge genutzt werden.

Pressemeldung Pro Bahn

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