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Dienstag, 24 März 2020 13:50

DVF: Unterstützung der Wirtschaft richtige und mutige Entscheidung

Der Mobilitätsverband der deutschen Wirtschaft DVF begrüßt ausdrücklich die Entscheidung des Bundeskabinetts, mit dem heute beschlossenen Nachtragshaushalt 2020 das Bundesfinanzministerium zu ermächtigen, zur Bekämpfung der Corona-Krise in diesem Jahr zusätzliche Kredite von rund 156 Milliarden Euro aufzunehmen.

DVF-Präsidiumsvorsitzender Prof. Dr.-Ing. Raimund Klinkner zeigt sich erleichert: „Das ist ein richtiger und mutiger Schritt der Bundeskabinetts. Der Bund ist seit Jahren ohne Neuverschuldung ausgekommen, doch diese Krise trifft unsere Wirtschaft schwer und bedroht Arbeitsplätze und Existenzen. Die Steuermindereinnahmen für 2020 sind mit 33,5 Milliarden Euro angesetzt. Jetzt Steuermittel für den Rettungsschirm freizumachen ist die einzig richtige Entscheidung. Gerade die Unternehmen der Transport- und Logistikbranche erweisen sich in der Corona-Krise als zuverlässige Versorger der Bevölkerung. Sie beliefern Krankenhäuser, Apotheken oder Supermärkte und das unter mittlerweile extrem schwierigen Bedingungen. Diese Unternehmen müssen vor Liquiditätsengpässen bewahrt werden.“

Auch große Hersteller und Diensteister des Mobilitätssektors seien schwer von der Corona-Krise getroffen: Airlines, Flughäfen und Verkehrsunternehmen leiden unter dem Ausbleiben von Passagieren und Kunden. Insbesondere sei die KEP-Branche in Gefahr „Diese Unternehmen hatten schon vor der Krise eine dünne Marge. Ebenso ergeht es der Schifffahrt und Lagerei. Es ist daher sehr wichtig, dass die Staatshilfen aus dem WSF schnell und unbürokratisch den Unternehmen zugute kommen“, fordert Prof. Klinkner.

Weitere kurzfristige Hilfen könne der Bund durch erleichterte Abschreibungsbedingungen, das zeitweise Aussetzen der Luftsicherheitsgebühren und der Erhöhung der Luftverkehrsteuer sowie die 100-prozentige Übernahme des Kurzarbeitergeldes leisten, so Klinkner weiter.

Pressemeldung DVF

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