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Donnerstag, 02 April 2020 14:05

Mobifair: Anzeige gegen ein Unternehmen aus dem Bereich der Personaldienstleister

Mobifair hat erneut ein Unternehmen aus dem Bereich der Personaldienstleister beim Landesamt für Arbeitsschutz und beim Eisenbahn-Bundesamt angezeigt. Der Grund: über 14 Stunden Arbeitszeit und über 12 Stunden ohne Pause im Sinne des Arbeitszeitgesetzes auf der Lok. mobifair konnte keinen Personalwechsel während der Zugfahrt feststellen.

Jetzt müssen sich wieder zwei Behörden mit dem Thema beschäftigen. Das eine Amt wird in ihrer Kontrollmöglichkeit etwas überfordert sein, das andere wird wieder einmal mehr ihre Nichtzuständigkeit betonen. Das ist nichts Neues, das wird mobifair so hinnehmen, aber dennoch nicht lockerlassen.

Unsere Hinweise und Ergebnisse von Recherchen sind weder Einzelfälle noch richten sie sich gegen alle Unternehmen in der Branche. Gemeint sind die schwarzen Schafe, die durchaus in der Branche bekannt sind und immer wieder mit Regelverstößen auffallen. Letztendlich greifen diese Unternehmen ein hochwertiges Berufsbild an und nehmen negativen Einfluss auf gute und tarifgeschützte Beschäftigungsbedingungen.

An alle Auftraggeber gerichtet: Sind die Kontrollen nicht ausreichend? Oder wird hier und da mal ein Auge zugedrückt, wenn der Preis passt? Das wissen wir nun nicht so genau, aber irgendwas muss dem Anreiz ja gerecht werden, dass man die Auffälligen in der Branche gut mit Aufträgen versorgt.

Hört auf damit, wir tun es nämlich nicht. Wir unterstützen keinen Weg, der Lokführer in die leider teils vorhandene „Schmuddelecke“ der Lkw-Fahrer führt.

Unsere Forderungen sind klar:

• Übertragung der Kontrollen für den sozialen Arbeitsschutz in der Eisenbahnbranche auf das EBA
• „Fahrerkarte“ zur Feststellung der Arbeits- und Ruhezeiten, der Pausen, der Eignung und Befähigung sowie als digitale Überwachungsmöglichkeit
• Hohe Bestrafung bis zum Entzug der Konzessionen bzw. der SMS bei Verstößen

Pressemeldung Mobifair

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