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Donnerstag, 14 Mai 2020 13:55

NEE: Regierungs-Umweltgutachter empfehlen weniger und nicht mehr Gas im Verkehrssektor

Die Wettbewerbsbahnen im Schienengüterverkehr haben die Fraktionsvorsitzenden von CDU/CSU und SPD aufgefordert, die hastig in ein Gesetz zur Förderung des Radverkehrs geschmuggelte Verlängerung der Mautbefreiung für schwere gasbetriebene Lkw zurückzuziehen. Die damit verbundene Subvention von über 800 Mio. Euro in den kommenden drei Jahren widerspreche dem Ziel, mehr Verkehr auf die Schiene zu verlagern.

Der Geschäftsführer des Netzwerks Europäischer Eisenbahnen, Peter Westenberger, erwartet das Gegenteil, nämlich dass „heute deutlich klimafreundlicher auf der Schiene abgewickelte Transporte auf die Autobahn zurück verlagert würden“. Er forderte die Regierung auf, „ihre Rahmenbedingungen schlüssig zu gestalten und gerade in der Corona-Krise staatliche Mittel zielgerichtet einzusetzen.“

Auch das am heutigen Tag vom Sachverständigenrat für Umweltfragen vorgelegte „Umweltgutachten 2020“ spricht eine klare Sprache: Unter dem Titel „Nutzung fossiler Ressourcen vorausschauend beenden“ empfehlen die Umweltgutachter der Bundesregierung auch „im Verkehrssektor (…) bereits heute in emissionsfreie oder zumindest deutlich emissionsärmere Technologien“ als in „Kohle, Erdöl, Erdgas, Benzin und Diesel“ zu investieren. In Ziffer 42 des Gutachtens heißt es weiter: „Eine Verschärfung klimapolitischer Maßnahmen führt dazu, dass Investitionen in fossile Anwendungen in absehbarer Zeit unwirtschaftlich werden können.“

Pressemeldung NEE

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