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Freitag, 18 September 2020 18:13

Pro Bahn: Nach Tanklaster-Unfall - Mehr Redundanzen im Bahnsystem nötig

Ein schwerer Unfall auf der Bundesautobahn 40 hat weitreichende Folgen für den Eisenbahnverkehr im Westen Deutschlands. Die Hauptstrecke durch das Ruhrgebiet ist durch den LKW-Unfall beschädigt. Der Fahrgastverband PRO BAHN ist schockiert.

Der schwere Brand eines Tank-Lasters am 17. September hat zur Folge, dass eine oder mehrere Eisenbahnbrücken über der A40 abgesetzt und erneuert werden müssen. Für den deutschen Bahn-verkehr sind die betroffenen Brücken ein neuralgischer Punkt, denn ein Großteil der Regional- und Fernverkehrslinien in Nordrhein-Westfalen kreuzt diese Stelle. Für die Fahrgäste in Nordrhein-Westfalen sind weitreichende Folgen zu befürchten. Der Fahrgastverband PRO BAHN äußert sein Bedauern über diesen neuen Zustand.

„Die Geduld der leidgeprüften Fahrgäste wird nun erneut auf die Probe gestellt,“ erläutert der PRO BAHN Bundesvorsitzende Detlef Neuß. Bereits nach einem Schwelbrand in Mülheim-Styrumer Stellwerk im Oktober 2015 – nur wenige hundert Meter entfernt vom jetzigen Brennpunkt - war die Hauptstrecke durch das Ruhrgebiet in Mitleidenschaft gezogen. Viele Fahrgäste erinnern sich an die damaligen Leiden. Nun zeichnen sich erneut Ausfälle, bzw. Einschränkungen auf der Hauptstrecke ab.

Der Fahrgastverband PRO BAHN fordert die Nutzung von Ausweichstrecken und den kurzfristigen Aufbau eines wirkungsvollen Ersatzverkehrs. Langfristig müssen Ausweichstrecken ausgebaut wer-den, um mehr Redundanzen im System zu haben. Auch eine flexiblere Leit- und Sicherungstechnik kann helfen, damit Bahnen ohne Befehl eine Ausweichgleise nutzen können.

„Solche großen Ausfälle geschehen nicht zum ersten Mal“, merkt Andreas Schröder, Vize-Chef des Fahrgastverbands PRO BAHN an, und fordert, „dass die Politik besser im Blick behält, dass auch den Neben- und Ausweichstrecken eine bedeutende Rolle im System Bahn zukommt.“

Pressemeldung Pro Bahn

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