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Freitag, 23 Oktober 2020 16:15

VDV: Förderung der Trassenpreise auch für Infrastrukturen der NE-Bahnen gefordert

Etwa 15 % des deutschen Schienennetzes werden inzwischen von nichtbundeseigenen Eisenbahnen betrieben und bewirtschaftet. Die 189 im Branchenverband VDV organisierten Schienengüterverkehrs-unternehmen fordern den Bund auf, künftig auch die Trassenpreise für die Nutzung nichtbundeseigener Schienenwege zu fördern.

Bislang unterstützt der Bund ausschließlich die Nutzung der Infrastruktur im Bereich der DB Netz AG mit jährlich 350 Millionen Euro. "Aus unserer Sicht ist das ein Wettbewerbsnachteil für die NE-Bahnen und deren Infrastrukturen, der beseitigt werden muss. Wenn die Schiene im Vergleich zur Straße aus klimapolitischen Gründen wettbewerbsfähiger werden soll, dann muss der Gesetzgeber auch das gesamte Schienennetz entsprechend entlasten", so VDV-Vizepräsident Joachim Berends.

Besonders im Schienengüterverkehr und dort auf den letzten Kilometern bis zum Hafen oder zum Industriestandort sind vielfach nichtbundeseigene Eisenbahnen Betreiber der Infrastrukturen. Diese verhältnismäßig kleinen Teilstücke des gesamten deutschen Schienennetzes haben eine überproportional hohe systemische Gesamtrelevanz für die Funktions- und Wettbewerbsfähigkeit des Schienengüterverkehrs. "Wenn die letzten Kilometer des Transports wegen fehlender Trassenpreisförderung für die Kunden deutlich teurer sind als der gesamte Rest der Strecke, dann steht im Zweifel der komplette Auftrag infrage. Gütertransporte werden in erster Linie über den Preis entschieden und da zählt wirklich jeder Euro. Insofern hilft eine Trassenpreisförderung auch für nichtbundeseigene Schieneninfrastrukturen dem gesamten Eisenbahnverkehr in Deutschland. Inzwischen werden immerhin rund 5.000 Kilometer, also etwa 15 % des deutschen Schienennetzes von NE-Bahnen betrieben", so Berends abschließend.

Pressemeldung Verband Deutscher Verkehrsunternehmen e. V. (VDV)

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