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Samstag, 18 November 2017 19:38

Der neue ECE: Eine Stunde und 7 Minuten schneller als vor 30 Jahren

EC 1987MilanoC 1987

Fotos Sammlung Hautz.

Wie aktuell berichtet, führen die SBB, die DB und Trenitalia zum 10. Dezember 2017 in trilateraler Kooperation eine neue tägliche Direktverbindung von Frankfurt/Main über die Schweiz nach Mailand ein. Reisende gelangen dann mit einem ECE in nur 7,5 Stunden (7h34) von Metropole zu Metropole.

Diese Direktverbindungen gab es allerdings auch schon vor 30 Jahren im klassischen lokbespannten Reisezugverkehr: Im Jahr 1987 verließ EuroCity 75 mit dem klangvollen Namen "Tiziano" Frankfurt/Main Hbf (aus Hamburg-Altona kommend) um 12.44 Uhr und erreichte via Gotthard den Bahnhof Milano Centrale um 21.25 Uhr, also nach 8 Stunden und 41 Minuten. Dabei wurde auf dieser Fahrt dreimal das Triebfahrzeug getauscht (in Basel SBB, Luzern und in Chiasso). Allein in Basel wurden dafür 25 Minuten veranschlagt, in Chiasso nochmals 15 Minuten.

Heutzutage benötigt ein mehrsystemfähiger Triebwagenzug wie der Avelia Pendolino ETR 610 solche Aufenthaltszeiten nicht mehr. Auf teilweise ausgebauten Strecken in Deutschland kann nun bis zu 250 km/h Höchstgeschwindigkeit gefahren werden. Wenn man bedenkt, daß auf dem Netz der SBB zudem aktive Neigetechnik und der neue Gotthard-Basistunnel genutzt werden sollen, ist dieser Zeitgewinn von 1 Stunde und 7 Minuten nicht unbedingt eine herausragende Errungenschaft.

Die beiden stimmungsvollen Aufnahmen von 1988 (Sammlung Hautz - www.irths.com) zeigen einen klassischen EC/IC, bespannt mit BR 103 sowie einen Eindruck des imposanten Mailänder Hauptbahnhofs in dieser Zeit.

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