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Donnerstag, 19 November 2020 08:43

Deutsche Bahn/GDL: Drohen jetzt Streiks?

Am 11. November 2020 scheiterte die Schlichtung unter Leitung des Vorsitzenden Ministerpräsident a. D. Matthias Platzeck zwischen der Deutschen Bahn und der GDL. Die GDL wird heute um 13 Uhr in Dresden eine Pressekonferenz unter der Überschrift "Die Gremien haben entschieden - Drohen jetzt Streiks?" geben, die auch live übertragen wird. Die Deutsche Bahn reagiert empört und weist Äußerungen der GDL zurück.

Im Aufruf der GDL heisst es:

"Am 11. November 2020 scheiterte die Schlichtung unter Leitung des VorsitzendenMinisterpräsident a. D., Matthias Platzeck. Hauptgrund ist die Tatsache, dass die GDL Ihre Tarifautonomie abgeben und sich - nach dem WIiien der DB - künftig der tarifpolitischen Ausrichtung der EVG unterwerfen soll. Die Bahn hatte diese Schlichtung erzwungen.

Wie angekündigt, nimmt der GDL-Bundesvorsitzende Claus Weselsky gemeinsam mit dem geschäftsführenden Vorstand zu diesem Vorgang Stellung und informiert über die weiteren larlf- und organlsationspolllischen Schritte der GDL"

Die Deutsche Bahn wirft der GDL "mehrere Unwahrheiten" vor und reagierte umgehend: 

Die DB weist Behauptungen der GDL ... als haltlos zurück. Es ist ohne Beispiel, dass die GDL sogar in einer Einladung zu einer Pressekonferenz mehrere Unwahrheiten verbreitet.

Dazu erklärt die DB:

1. Die DB hat zu keinem Zeitpunkt verlangt, dass die GDL ihre Tarifautonomie „abgeben“ solle. Weder ist die Tarifautonomie gefährdet noch ist die Zustimmung einer anderen Gewerkschaft erforderlich. Vielmehr hat der Schlichter in seiner Einigungsempfehlung einen „moderierten Prozess zur Frage des Umgangs mit der gesetzlichen Regelung bei möglichen Tarifkollisionen“ vorgeschlagen.

2. Die DB hat die Schlichtung nicht „erzwungen“. Das Schlichtungsverfahren ist ein beidseitig vereinbartes Verfahren, das die GDL gemeinsam mit der DB im Jahr 2015 so festgelegt hat. Im Übrigen ist der Schlichter, Herr Matthias Platzeck, ausdrücklich auch von der GDL benannt worden.

Eine DB-Sprecherin: „Statt in der größten Krise seit Bestehen der DB einen Beitrag zu leisten, lässt die GDL Beschäftigte und Unternehmen einmal mehr im Regen stehen.“

Pressemeldungen GDL, Deutsche Bahn

 

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