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Mittwoch, 17 Februar 2021 13:58

GDL: Schwachsinn aus dem Homeoffice der DB

"Wir fahren bei jedem Wetter", lautete einst ein Slogan der DB. Getoppt wird er heute vom DB-Vorstandsvorsitzenden Richard Lutz: "Wenn ich daran denke, wie schwer wir uns noch vor Jahren mit den Herbst- und Winterstürmen getan haben, bin ich wahnsinnig stolz, was wir zwischenzeitlich gelernt und verbessert haben."

Anscheinend lebt die DB-Spitze auf einem anderen Stern. Wie sonst ist dieser Schwachsinn aus dem Homeoffice zu erklären? Kaum wird es Winter – oh welche Überraschung – fallen reihenweise Züge aus und ganze Strecken sind gesperrt.

Selbst Züge mit medizinischen Gütern mussten abgestellt werden. Es fehlen Weichenheizungen, Pflüge, Fräsen und vor allem fehlen ein Plan zur Beseitigung des Schnees und das Personal dazu. Das ist bittere Realität. Was in unseren Nachbarländern klappt, funktioniert bei der von autonomen Zügen träumende Bahn offensichtlich nicht.

Die Eisenbahn ist systemrelevant. Das heißt, sie muss auch bei Wind und Wetter funktionieren. Die GDL fordert deshalb realistische Standards für den Winterdienst, die mit ausreichend Material und Personal unterlegt werden. Sie sind auch in der Leistungs- und Finanzierungvereinbarung zu verankern und müssen kontrolliert werden.

"Wir fahren bei jedem Wetter" muss wieder Wirklichkeit werden – und zwar vor dem nächsten Winter. Schönreden reicht jedenfalls nicht!

Pressemeldung GDL

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