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Sonntag, 03 Dezember 2017 11:05

Deutsche Bahn Stiftung: Bundesweit 150 Ehrenamtsprojekte gefördert

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So wie DB-Mitarbeiterin Kerstin Oldenburg in Dortmund engagieren sich in ganz Deutschland Frauen und Männer für die Gesellschaft. Anna Bertram (Hannover) hilft Flüchtlingen beim Lernen der deutschen Sprache. Fotos Deutsche Bahn Stiftung/Wildhirt/Volkmer.

Der Internationale Tag des Ehrenamtes am kommenden Dienstag (5. Dezember) ist ein weltweiter Aktionstag zur Anerkennung ehrenamtlichen Engagements. Allein in Deutschland begleiten rund 30 Millionen Frauen und Männer regelmäßig ein Ehrenamt. Sie sorgen sich um Kinder, Senioren, Flüchtlinge und Obdachlose; sie bringen Erfahrung ein, oft auch sehr viel Zeit und tragen mit ihrem Ehrenamt auch zum gesellschaftlichen Zusammenhalt bei.

Mit dem Programm „Ehrensache“ fördert die Deutsche Bahn Stiftung das Ehrenamt in Deutschland auf einer breiten Basis und leistet gleichzeitig einen Beitrag zur Anerkennung und Unterstützung des hohen persönlichen Einsatzes. Dazu unterstützt die Deutsche Bahn Stiftung jedes Jahr gemeinnützige Organisationen, in denen sich DB-Mitarbeiter ehrenamtlich engagieren, finanziell. Einzelvorhaben werden mit bis zu 500 Euro gefördert, Teamvorhaben können mit bis zu 1.500 Euro unterstützt werden.

2017 wurden mehr als 350 Anträge eingereicht – insgesamt 151 gemeinnützige Vorhaben erhalten eine Förderung. In diesem Jahr kommen die Mittel 132 Einzel- sowie 19 Teamvorhaben aus allen 16 Bundesländern zugute. Das Fördervolumen wurde dabei gegenüber 2016 auf rund 90.000 Euro erhöht.

„Soziale Verantwortung zu übernehmen, das ist Teil des gesellschaftlichen Verständnisses und bei der DB gelebte Unternehmenspraxis. Als Deutsche Bahn Stiftung knüpfen wir an diese Tradition an und stärken das Ehrenamt in Deutschland auf einer breiten Basis. Bürgerschaftliches Engagement verdient Respekt und Anerkennung“, würdigt Tobias Geiger, Vorsitzender Geschäftsführer, das Engagement.

Markus Wahlandt (Karlsruhe): Nachhilfe für Lernschwache

Markus Wahlandt ist Werkstudent bei DB Netz und unterstützt den Bereich
Instandhaltung. Mindestens einmal pro Woche engagiert er sich zusätzlich beim Projekt „2. Chance“ der Arbeiterwohlfahrt (AWO). „Als Jugendlicher habe ich an einem der Ferienprogramme teilgenommen. Daher weiß ich, wie sinnvoll diese Arbeit ist.“ Der 33-Jährige betreut Lerngruppen, ist aber auch in der Einzelförderung tätig. Aktuell unterstützt er einen afghanischen Jugendlichen dabei, den Realschulabschluss zu erwerben. Die Mittel aus der Ehrensache-Förderung wird der Verein für Lernmaterial und Ausflüge, wie etwa Museumsbesuche, verwenden.

Anna Bertram (Hannover): Deutschunterricht für Flüchtlinge

Die 23-Jährige arbeitet als Projektmanagerin im Vertrieb der DB Cargo. Als vor zwei Jahren Flüchtlinge unterschiedlichen Alters nach Hannover kamen, entschloss sich Anna Bertram, bei der Integration zu helfen. „Die meisten Flüchtlinge sprachen kein Deutsch. Das war für mich der Ansatzpunkt, um etwas zu tun – ich wollte mithelfen.“ Inzwischen ist Anna Bertram festes Vereinsmitglied im Nachbarschaftskreis Hannover Mitte und gibt an jedem Dienstagabend Deutschunterricht in einer Flüchtlingsunterkunft. Von dem Ehrensache-Fördergeld werden neue Bücher und Lernhefte angeschafft.

Jan Kreßner (Brandenburg): Cheerdance in Schwanebeck

Seit rund zwölf Jahren ist Jan Kreßner bei DB Netz im Bereich Leit- und Sicherungstechnik tätig. Nach Büroschluss unterstützt der 43-Jährige den SG Schwanebeck 98 e.V. als Hauptvorstand. „In der Region Barnim sind wir der größte Sportverein mit über 1.000 Mitgliedern“, erklärt Kreßner. Eine der 17 Sparten im Verein ist Cheerdanc. Die Tänzer nennen sich nach dem Logo des Schwanebecker Wappens Blue-White-Swans. Einmal jährlich treten sie beim sogenannten Swans-Dance-Day vor großen Publikum auf und zeigen ihr Können – auch eine Jungengruppe ist mit von der Partie. Dank Ehrensache konnte für das diesjährige Event u.a. die nötige Technik angemietet werden.

Kirsten Weber (Frankfurt/Main): Reittherapie für Kinder und Erwachsene

Im Controlling der DB Vertrieb ist Kirsten Weber für Planung und IT-Entwicklung zuständig. In ihrer Freizeit unterstützt sie als Vorstandsmitglied den Frankfurter Reit- und Fahr-Club. „Wir organisieren mit den Schulpferden des Vereins Reitunterricht für Kinder und Erwachsene. Außerdem bieten wir Reittherapie an.“ Davon profitieren Menschen mit und ohne Behinderung. Bei Ehrensache hat sich die 28-Jährige gemeinsam mit zwei ihrer DB-Kollegen beworben, die ebenfalls im Verein engagiert sind. Von dem Fördergeld kann nun unter anderem eine Aufstiegshilfe gekauft werden, die es körperlich eingeschränkten Menschen ermöglicht, selbstständig in den Sattel zu steigen.

Andreas Jung: (Saarbrücken): Ferien im Zeltlager

Andreas Jung lässt sich bei der DB Engineering & Consulting zum Abnahmeprüfer für Leit- und Sicherungstechnik ausbilden. Seit über 20 Jahren betreibt er aktiv Judo und trainiert inzwischen auch eine Kinder- und Jugendmannschaft in Grügelborn. Der 27-Jährige engagiert sich zudem im Vorstand des Judoclubs. Jedes Jahr in der ersten Sommer-Ferienwoche wird hier traditionell ein Zeltlager ausgerichtet – für die rund 40 Kinder und Jugendlichen eine spannende Zeit. „Das Highlight ist unsere Lagerolympiade. Alle messen sich in spielerischen Wettbewerben und bei Sketchen. Die besten Gruppen werden mit Preisen geehrt. Von unserem Ehrensache-Fördergeld werden wir neue Brett- und Geschicklichkeitsspiele anschaffen.“

Kerstin Oldenburg (Dortmund): Gasthaus statt Bank – Essen für Bedürftige

Sonntagmorgen. Es ist kurz vor 8 Uhr. Vor der Tür warten bereits die ersten Gäste. Kerstin Oldenburg empfängt uns herzlich. Wie an jedem Sonntag ist sie auch heute seit 6 Uhr da, um Tische einzudecken und Servierwagen mit Lebensmitteln zu bestücken. Der Gastraum ist mittlerweile bis auf den letzten Platz gefüllt. Im Laufe des Vormittags werden hier bis zu 300 Gäste essen. „Zu uns kann jeder kommen, der bedürftig ist“, so die 53-Jährige. Sie hatte sich bereits 2016 bei Ehrensache beworben und erhielt für ihre Einreichung eine Förderung: „Wir haben uns sehr über die Unterstützung gefreut. So konnten wir gut wärmende Bundeswehrschlafsäcke erwerben und im Winter an Bedürftige ausgeben. Obwohl regelmäßig Lebensmittelspenden eingehen, fehlt oft einiges. Dank Ehrensache können wir bei Bedarf nun auch Butter, Käse, Wurst oder Obst dazukaufen.“ Die 19-jährige Annika leitet das Team der Ehrenamtlichen: „Wenn man hört: ‚Das Frühstück hat wieder super geschmeckt‘ oder ‚Vielen Dank, dass es euch gibt’ – natürlich geht es einem dann besser.“

Sven Hopfe (Eschwege): Trommeln für die Jugend

Der 42-Jährige Zugführer der DB Fernverkehr ist beruflich im ICE und im Intercity unterwegs. In seiner Freizeit engagiert sich Hopfe ehrenamtlich beim Spielmannszug Werratal 1956 e.V. Er begleitet den Jugend- und Kinderzug auf Tour und sorgt dafür, dass alle unterwegs mit Getränken und Snacks versorgt sind. In Eschwege werden die Musiker auch liebevoll „Rotjacken“ gerufen. Der Name ist der markanten Uniform mit den roten Jacken entlehnt. Gemeinsam mit seiner Tochter Jordin und Kollegin Antje Rex, die auch bei den Rotjacken dabei sind, hat er sich bei Ehrensache beworben. Das zugesprochene Fördergeld stockt nun den Etat für die Neuanschaffung von Trommeln und Pfeifen für die jungen Musiker auf.

Danny Christoph (Leipzig): Sportpädagogik fördern

Bei DB Fernverkehr arbeitet der Schienenfahrzeugelektriker im Werk Leipzig. Danny Christoph (42) hält die Elektrik, Elektronik und für die Sicherheit relevante Teile in den ICE und IC 2-Zügen instand. Im SV Liebertwolkwitz leitet er die Fußballabteilung. Besonderes Augenmerk richtet er auf die Qualifizierung der Trainer: „Nicht nur der sportliche Umgang mit unseren Kindern und Jugendlichen zählt. Wichtig ist die richtige pädagogische Herangehensweise. Ich selbst habe die B-Lizenz erworben und versuche mein Wissen ständig weiterzugeben, also im sächsischen Fußballverband die Leute auszubilden.“ Verletzungsbedingt kann Danny Christoph nicht mehr aktiv Fußball spielen, trainiert jedoch im SV den Jahrgang U11. Mit dem „Ehrensache“-Fördergeld konnte 2016/17 zwei Trainern die Grundausbildung finanziert werden. Sie haben nun die Basisqualifikation, um mit Kindern und Jugendlichen zu arbeiten.

Pressemeldung Deutsche Bahn Stiftung

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