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Freitag, 05 März 2021 09:59

Die Länderbahn: Völliges Unverständnis für EVG-Warnstreik

Heute Vormittag hat die Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft (EVG) einzelne Betriebe der Länderbahn bestreikt. Im Netz der Waldbahn und im Chamer Netz der Oberpfalzbahn fielen in den Morgenstunden nahezu alle Züge aus. In den anderen Netzen der Länderbahn gab es keine Beeinträchtigungen.

“Dieser Streik kam für uns doch überraschend,“ sagte Länderbahn Geschäftsführer Wolfgang Pollety. „Wir haben dafür kein Verständnis, da wir mitten in den Tarifverhandlungen mit der EVG sind. Diese sind zwar unterbrochen, aber wir haben erst vorgestern weitere Verhandlungsbereitschaft signalisiert.“

Trotz der wirtschaftlich äußerst schwierigen Rahmenbedingungen aufgrund der Corona-Pandemie hatte die Länderbahn ein Angebot in die Verhandlungen eingebracht, wonach jeder Mitarbeitende eine signifikante Tarifsteigerung erhalten sollte. Pollety: „Leider hat dies der EVG nicht gereicht, die Forderungen lagen sehr deutlich über den 7,6 Prozent, die die Gewerkschaft selbst kommuniziert hat. Sie sind klar im zweistelligen Bereich.“ Aufgrund dieses überhöhten Forderungskataloges der EVG wurden die Verhandlungen im Januar ergebnislos unterbrochen.

Rahmenbedingungen wie ein nötiger Rettungsschirm der öffentlichen Hand, um Entgelte überhaupt weiterhin voll und pünktlich auszahlen zu können, lassen Zusagen wenig Raum. Daran ändert auch der unterschwellige Tarifkonflikt der beiden großen Bahngewerkschaften nicht.

Pollety: „Ich gehe davon aus, dass die Mitarbeitenden sich der Zuverlässigkeit ihres Unternehmens bewusst sind und die EVG bald wieder zum Dialog bereit ist und an den Verhandlungstisch zurückzukehrt. Wir haben großes Interesse, ein für beide Seiten akzeptables Verhandlungsergebnis trotz der schwierigen Rahmenbedingungen zu erzielen. Tarifkonflikte auf dem Rücken der Fahrgäste auszutragen kann nicht das Mittel der Wahl sein.“

Pressemeldung Die Länderbahn

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