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Sonntag, 22 August 2021 10:39

Deutsche Schienenhilfe: Lokführer systemrelevanter als der Bahnvorstand / 10-Tage-Streik vorgeschlagen

Die Deutsche Schienenhilfe, eine Initiative zur Unterstützung der Verkehrswende, begrüßt den Streik. „Lokführerinnen und Lokführer verdienen zu wenig Geld. Das ist Fakt. Es kann keine Boni für den Bahn-Vorstand geben und zugleich nur Almosen für die Mitarbeiter“, sagt Jochen Zenthöfer, Sprecher der Deutschen Schienenhilfe.

Wegen der Erhöhung der Tabellenentgelte und die Laufzeit des Tarifvertrags gibt es derzeit einen Streik der Lokführergewerkschaft GDL im Güterverkehr. Morgen (Montag, 23. August) soll der Streik auf den Personenverkehr ausgedehnt werden.

Die Initiative schlägt der GdL einen 10-Tage-Streik im Güterverkehr und Personenverkehr vor, der noch vor der Bundestagswahl stattfinden soll. „Die Gesellschaft muss ihre Anerkennung für die Lokführerinnen und Lokführer ausdrücken. Das geht nur mit Lohnerhöhungen und einer Corona-Prämie“, so Zenthöfer.

Bestreikt werden sollte nach Meinung der Deutschen Schienenhilfe im Personenverkehr vor allem die Strecke Bonn – Berlin (über Köln, Hannover), der sogenannte „Beamten-Shuttle“. Dann könnten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Bundesministerien selber sehen, wie essentiell die Lokführinnen und Lokführer für die deutsche Mobilität sind.

Das Streikrecht ist im Grundgesetz festgelegt. Zenthöfer kritisierte auch Medien, die einseitig gegen die GdL oder ihren Chef Claus Weselsky Stimmung machten. „Man kann nicht Krankenschwestern und Pfleger beklatschen und ihnen bessere Löhne zusagen, aber Lokführer im Regen stehen lassen“, so Zenthöfer: „Lokführer sind systemrelevanter als der Bahnvorstand!“

Pressemeldung Deutsche Schienenhilfe

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