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Donnerstag, 09 September 2021 08:25

Pro Bahn: Fahrgastpreise für Nachtzug und Stadt-Umland-Bahn Nürnberg – Erlangen – Herzogenaurach

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Fotos Pro Bahn.

Der Fahrgastverband PRO BAHN hat seinen jährlichen Fahrgastpreis verliehen. Ausgezeichnet wurden die Österreichischen Bundesbahnen (ÖBB) und deren Fernverkehrschef Kurt Bauer. Der bayerische Landespreis ging an die BI Umweltverträgliche Mobilität im Schwabachtal und deren Vorstand, an den Erlanger OB Dr. Florian Janik und an den bayerischen Innen- und früheren Verkehrsminister Joachim Herrmann.

Auf seiner ersten größeren Präsenzveranstaltung seit Beginn der Corona-Pandemie, dem Fahrgastsymposium 2021, holte der Fahrgastverband PRO BAHN einen ersten Teil der Fahrgastpreisverleihung 2020 endlich nach.

Der Bundespreis unter dem Titel „Dem Nachtzug Zukunft geben“ geht dabei an die Österreichischen Bundesbahnen (ÖBB) und deren Leiter Fernverkehr & New Rail Business Kurt Bauer. Die ÖBB hatten nach dem Rückzug der Deutschen Bahn aus dem Nachtzugverkehr mehrere Linien der DB übernommen. „Ohne die ÖBB gäbe es heute viele innerdeutsche und internationale Nachtzugverbindungen nicht mehr. Kurt Bauer und sein Team brennen für das Produkt Nachtzug und das merkt man auch an der Umsetzung“, begründet PRO BAHN Ehrenvorsitzender Karl-Peter Naumann die Preisvergabe. Naumann koordiniert eine regelmäßig tagende Koordinationsgruppe zwischen ÖBB und mehreren Verbraucherverbänden. Auch jetzt setzen sich die ÖBB für eine kontinuierliche Erweiterung ihres Nachtzugnetzes ein und beschaffen neue Wagen. Der Fahrgastverband PRO BAHN ist dabei eng einbezogen.

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Der bayerische Landespreis geht unter dem Motto „Die StUB aufs Gleis setzen“ an Akteure aus dem Umfeld der Allianz-pro-StUB, einem Bündnis für die Stadt-Umland-Bahn Nürnberg – Erlangen – Herzogenaurach. Die Bürgerinitiative Umweltverträgliche Mobilität im Schwabachtal und deren Vorstandsmitglieder Esther Schuck und Hans-Thomas Benz erhalten den Preis für den Einsatz im Wahlkampf zur Verhinderung einer Mehrheit für einen Bürgerentscheid gegen die StUB. „Wenn man Bürgerinitiative hört, denkt man immer ‚dagegen‘ oder ‚NIMBY‘ (Not in my Backyard). Die BI Schwabachtal zeigt, dass es auch konstruktives BIs gibt, die sich für Projekte einsetzen“, lobt Dr. Lukas Iffländer, Mitglied des Bundesvorstands und des bayerischen Landesvorstands von PRO BAHN.

Auch für den Einsatz beim Bürgerentscheid – gegen die CSU-Stadtratsfraktion – wurde Joachim Herrmann, MdL aus Erlangen und damaliger Verkehrsminister, ausgezeichnet. „Es braucht eine gehörige Portion Mut, sich gegen die eigene Partei zu stellen“, honoriert Iffländer den Einsatz von Herrmann.

Der dritte Preisträger aus dem Projekt ist der Erlanger Bürgermeister Dr. Florian Janik. Er wird für sein Konzept von Spaziergängen entlang der StUB-Trasse ausgezeichnet, die den Bürgerinnen und Bürgern das Projekt näherbringen. „Kommunikation ist gerade bei Infrastrukturprojekten wichtig. Das Format der Spaziergänge zeigt zudem Bürgernähe, bei vielen anderen Oberbürgermeistern könnte man es sich nicht vorstellen, dass diese die Zeit für das Thema ÖPNV investieren und sich zu einem Spaziergang mit Bürgern ‚herablassen‘“, freut sich Iffländer.

Die Preise an Joachim Herrmann und Dr. Florian Janik wurden termin- und coronabedingt in deren Abwesenheit verliehen und werden diesen zeitnah übergeben.

Der zweite Teil der Fahrgastpreise wird auf dem Festabend des PRO BAHN Bundesverbandstags am 17.09. in Karlsruhe verliehen.

Fahrgastverband PRO BAHN e.V.

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