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Donnerstag, 09 September 2021 12:32

Pro Bahn: Fahrgäste fordern eine bundesweite Datenquelle für ÖV-Fahrplanauskünfte

Der gerade beendete Streik bei der Deutschen Bahn hat den Datenzoo bei den Fahrplanauskünften wieder plastisch vor Augen geführt. So haben zum Beispiel verschiedene Verbünde und Landesauskunftssysteme mit pauschalen Verweisen zu den Unternehmen bestätigt, dass ihre Auskunftsysteme nicht aktuell gehalten werden können.

Daher fordert der Fahrgastverband PRO BAHN die Einführung einer bundesweit einheitlichen Datenquelle für Fahrplanauskünfte aller öffentlichen Verkehrsmittel.

Während der vergangenen Streiktage könnten Fahrgäste oft nur mit erheblichem Mehraufwand ermitteln, welche Fahrten stattfinden. Die Verbund- und Landesauskunftssysteme haben mit pauschalen Hinweisen auf die Informationsquellen der Eisenbahnverkehrsunternehmen (EVU) verwiesen. „Besonders aufwändig war die Ermittlung der Fahrtmöglichkeiten, im Falle, dass mehrere Eisenbahnverkehrsunternehmen eine Strecke bedienen und bei Schienenersatzverkehren, die im Bahnjargon als Busnotverkehr bezeichnet werden“. schildert Jörg Bruchertseifer, Referent Fahrgastinformation des Fahrgastverbands PRO BAHN die Situation und ergänzt, „dass im Jahre 21 des 21. Jahrhunderts viel intelligentere und fahrgastfreundlichere Möglichkeiten bestehen, wenn die Möglichkeiten der Digitalisierung optimal genutzt werden.“
Daher fordert der Fahrgastverband PRO BAHN die Schaffung einer bundesweit einheitlichen Datenquelle für Fahrplanauskünfte aller öffentlichen Verkehrsmittel als „Single Source of Truth“. (dt. „einzige Quelle der Wahrheit“)

„Die Verbünde und Unternehmen können gerne die Farben und das Design ihren Bedürfnissen anpassen, ergänzt Karl-Peter Naumann, Ehrenvorsitzender des Fahrgastverbands PRO BAHN, „aber die Angebotsinformation für die Fahrgäste muss niedrigschwellig und ohne Internetführerschein erreichbar sein. Die redundante Datenhaltung hat sich überlebt.“

Pressemeldung Pro Bahn

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