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Mittwoch, 03 Januar 2018 12:26

EVG: Hände weg von der Berliner S-Bahn!

Die Berliner Verkehrssenatorin erwägt zum einen, das bestehende Liniennetz in Lose aufzuteilen und diese an mehrere verschiedene Betreiber zu vergeben. Zum anderen wird ein neues Modell der Fahrzeugbeschaffung und -instandhaltung geprüft. Demnach soll ein Dienstleister neue Züge beschaffen und diese auch warten. Damit stünde die Zukunft der Werkstätten in den Sternen - rund 1000 Arbeitsplätze sind davon betroffen.

Das Vorhaben geht an den Themen der Menschen in Berlin vorbei. Die deutsche Hauptstadt wächst und die entscheidenden verkehrspolitischen Fragen sind: Wie können wir die zunehmenden Verkehrsströme beherrschen? Wie können wir mehr Menschen dazu veranlassen, auf öffentliche Verkehrsmittel umzusteigen? Und: Wie können wir einen stabilen Fahrplan auf den S-Bahn-Trassen scher stellen? Insbesondere muss die engere Anbindung des Umlandes an die Stadt verbessert werden.

Das wird sicher nicht erreicht, wenn zwischen Infrastruktur, Betrieb und Instandhaltung zusätzlich künstliche Schnittstellen geschaffen werden. Wir brauchen keine ideologisch gesteuerten Experimente, sondern Konzepte für eine nach-haltige Verkehrspolitik.

Für die EVG ist klar: Eine Zerschlagung des größten deutschen S-Bahn-Netzes werden wir nicht mitmachen. Sollten die Pläne umgesetzt werden, kann sich die Senats-Koalition auf massive Proteste aller S-Bahner/-innen einstellen.

Pressemeldung EVG

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