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Donnerstag, 04 Januar 2018 15:00

Rastatt: Ein Hinweis zur Stärkung multimodaler Transporte

Die Unterbrechung der Bahnstrecke für fast zwei Monate im letzten Jahr bei Rastatt hat den Häfen von Strasbourg und Basel Rekordumsätze beschert. Nicht weniger als 200 Güterzüge fahren täglich durch Rastatt. Die Benutzung alternativer Strecken per Bahn hat nicht ausgereicht, um einen ausreichenden Ersatzverkehr zu bewerkstelligen. In Basel konnten nur 40% des Bahngeschäfts aus eigener Kraft kompensiert werden, berichtet das auf Transport ausgerichtete Nachrichtenmagazin L'Antenne.

Eine Linderung brachte der Transport über die Häfen Kehl, Strasbourg und Basel. So beförderte beispielsweise der Elsässer Hafen im Oktober 2017 2.500 TEU mehr als im Oktober 2016, was einem Anstieg von fast 60% entspricht. Zwischen Januar und Oktober ergaben die Zahlen -9 % im Schienenverkehr gegenüber +9,4 % bei Containern, die auf den Wasserstraßen verladen werden.

Der Hafen Basel erzielte im September einen absoluten Rekord im Containerverkehr: 14.645 TEU, 3.600 mehr als im Vorjahresmonat. Im Oktober hat er im Vergleich zu 2016 weitere 2.000 TEU hinzugewonnen. Um den Notfall zu bewältigen, hatte das Schweizerische Verkehrsministerium ausnahmsweise die Durchfahrt von 135 Meter langen Lastkähnen in den beiden Terminals Birsfelden und Muttenz bis zum 31. Oktober bewilligt.

Der Oberrhein versucht nun, langfristig Nutzen zu ziehen, nicht um die Schiene zu verdrängen, sondern um die Notwendigkeit der Multimodalität zu unterstreichen. "Unsere Verbindung zwischen Schiene, Strasse und Wasser ist ein wesentlicher Pluspunkt", betont der Basler Hafen, der seit mehreren Jahren bei den Schweizer Behörden für die Entwicklung seines neuen trimodalen Terminals plädiert.

WKZ, Quelle L'Antenne

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