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Freitag, 26 November 2021 15:19

Konzernbetriebsrat DB AG: Chancen und Risiken des Koalitionsvertrages

Der Konzernbetriebsrat der Deutsche Bahn AG (KBR DB AG) begrüßt die Stärkung der Schiene, die im Koalitionsvertrag der "Ampel"-Parteien angelegt ist. Insbesondere befürworten die Interessenvertreter den Erhalt des integrierten Konzerns, die beabsichtigten Investitionen in die Infrastruktur und in die Digitalisierung sowie die Erhöhung und langfristige Absicherung der Investitionen.

Auch die Priorität für den Deutschlandtakt, die Planungsbeschleunigung und die ehrgeizigen Ziele bei der Verlagerung des Personen- und Güterverkehrs von der Straße auf die Schiene unterstützt der KBR DB AG. Noch unabsehbar sind jedoch die Folgen der Bildung der neuen Infrastruktursparte.

In seinem Statement sagte Jens Schwarz, Vorsitzender des KBR DB AG: "Mit Erleichterung stellen wir fest, dass die 'Ampel'-Koalitionäre den integrierten Konzern erhalten wollen. Damit bleiben für die Kolleginnen und Kollegen die guten Beschäftigungsbedingungen erhalten, die wir Interessenvertreter in den vergangenen Jahren in den Betrieben und im Konzern durchsetzen konnten. Dies gilt insbesondere für den konzernweiten Arbeitsmarkt.

Unklar bleibt, wie die neue Infrastruktursparte aus DB Netz und DB Station & Service ausgestaltet werden soll und wie sich dies für die Beschäftigten und den Konzern tatsächlich auswirken wird. Den Bund als Eigentümer erinnern wir vorsorglich an seine Verantwortung für die über 200.000 Eisenbahnerinnen und Eisenbahner in Deutschland.

Nun stehen aber zunächst die Auswirkungen der Pandemie im Vordergrund. Die Kolleginnen und Kollegen in den Zügen und Bussen dürfen nicht für hoheitliche Durchsetzungsaufgaben herangezogen werden und brauchen mehr Schutz. Von der neuen Bundesregierung erwarten wir außerdem, dass sie die Verpflichtungen des 'Bündnis für unsere Bahn' einhält. Dies ist im nächsten Schritt der Ausgleich der pandemiebedingten Verluste des Jahres 2021."

Pressemeldung Konzernbetriebsrat der Deutsche Bahn AG

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