english

Mittwoch, 05 Januar 2022 14:53

Deutsche Bahn: Corona, Flutschäden und Streiks drücken Pünktlichkeit im Fernverkehr

pu4
Foto Deutsche Bahn AG / Axel Hartmann.

75,2 Prozent aller Fernverkehrszüge haben 2021 pünktlich ihr Ziel erreicht. Störfaktoren von historischem Ausmaß haben sich jedoch im vergangenen Jahr massiv auf die Pünktlichkeit ausgewirkt.

Erstens: Im Zuge der Corona-Lockdowns wurde das Verkehrsangebot auf der Schiene mehrfach herunter- und wieder hochgefahren. An den Nahtstellen von alten und neuen Fahrplänen ist es daher in der Folge häufig zu Beeinträchtigungen gekommen.

Zweitens: Eine Jahrhundert-Flut hat auf einen Schlag Infrastruktur in einem bis dahin unbekannten Maß zerstört.

Drittens: Die DB musste 2021 einen der härtesten Tarifkonflikte ihrer Geschichte verzeichnen. Gleich drei Streikwellen haben den Eisenbahnbetrieb immer wieder aus dem Takt gebracht.

Gleichzeitig hat die DB ohne Abstriche an ihrem Rekordinvestitionsprogramm festgehalten. 2021 baute, investierte und modernisiert die DB so viel wie noch nie zuvor. Das hatte vor allem negative Auswirkungen in den hochfrequentierten Engpässen unseres Netzes.

Erhebungsgrundlage für die Pünktlichkeitsentwicklung

Die dargestellten Prozentwerte geben den Anteil pünktlicher Halte in Bezug auf alle Unterwegs- und Endhalte wieder. Ein Halt wird als pünktlich gewertet, wenn die planmäßige Ankunftszeit um weniger als 6 bzw. 16 Minuten überschritten wurde. Die Pünktlichkeitsstatistik bildet die mehr als 800.000 Fahrten von DB-Personenzügen eines Monats ab. 

Pünktlichkeit insgesamt

pu1

Pünktlichkeit Fernverkehr

pu2

Pünktlichkeit DB Regio

pu3

Quelle Deutsche Bahn

Zurück