english

Montag, 17 Januar 2022 13:14

Allianz pro Schiene: Lokführer-Wachstum durch Corona nicht gebremst

Im Kampf gegen den Fachkräftemangel erzielt die Ei-senbahnbranche zunehmend Erfolge. Bundesweit erhöhten die Unternehmen laut einer Untersuchung der Allianz pro Schiene im Jahr 2020 die Zahl der Lokführer um fünf Prozent. Damit setzen sie die Einstellungsoffensive der Vorjahre fort. In-nerhalb von fünf Jahren ist es gelungen, unterm Strich 9.500 Lokführer hinzuzu-gewinnen und damit die Beschäftigtenzahl um 23 Prozent auf über 51.500 zu steigern.

alp
Grafik Allianz pro Schiene.

„Das ist mehr als ein Tropfen auf den heißen Stein“, sagte Dirk Flege, Geschäfts-führer des gemeinnützigen Verkehrsbündnisses Allianz pro Schiene, am Montag in Berlin. „Die Einstellungsoffensive der Bahnunternehmen zeigt Wirkung und sorgt für einen Stellenzuwachs im ICE-Tempo. Wir sehen bei den Lokführerzahlen seit einiger Zeit einen erfreulichen Aufwärtstrend, der auch in Corona-Zeiten an-hält.“ Davon erwartet sich Flege auch eine Qualitätssteigerung im Schienenver-kehr: „Mehr Personal ist eine zentrale Voraussetzung, um Pünktlichkeit und Zu-verlässigkeit nachhaltig zu verbessern.“

Dabei können sich die Beschäftigten laut Flege darauf verlassen, dass sie auch in Zukunft gebraucht werden. „Der Fachkräftemangel bleibt eine der größten Her-ausforderungen für den Ausbau des Schienenverkehrs in Deutschland.“ Zum einen wächst der Schienenmarkt weiter schnell. Zum zweiten nutzen zahlreiche Lokführerinnen und Lokführer die Möglichkeit der Tarifvereinbarungen und ent-scheiden sich für mehr Freizeit und Urlaub statt für größere Lohnsteigerungen.

Beschäftigte können sich Arbeitsplatz weitgehend aussuchen

„Wer heute als junger oder auch als älterer Mensch einen dauerhaft sicheren Arbeitsplatz sucht, ist bei der Schiene genau richtig“, so Flege. „Fahrgäste und Arbeitgeber klagen zu Recht über Zugausfälle wegen Personalmangels. Für Lok-führer eröffnen sich aber hervorragende Wahlmöglichkeiten. Sie können sich Arbeitsplatz und Arbeitgeber aussuchen.“ Prekäre Beschäftigung hat sich hier, anders als bei vielen anderen Berufen, nicht breit gemacht. 100 Prozent der Lok-führer sind unbefristet angestellt. Die Lokführer-Arbeitslosenquote liegt bei unter ein Prozent.

Die gemeinnützige Allianz pro Schiene hat mit SchienenJobs.de die führende On-line-Stellenböse der Branche initiiert, um Stellensuchende und Unternehmen bes-ser zusammen zu bringen. Derzeit führt SchienenJobs rund 700 aktuelle Stellen-angebote für Lok- und Triebfahrzeugführer auf. Erst vor wenigen Tagen hatte Bundesverkehrsminister Volker Wissing im ARD-Mittagsmagazin gesagt: „Wer Lust auf Zukunft hat, wer sich einbringen möchte, wer etwas für unser Gemein-wesen leisten möchte, der ist als Bahnbeschäftigter an der richtigen Stelle.“

Pressemeldung Allianz pro Schiene

Zurück