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Mittwoch, 14 Februar 2018 12:39

Allianz pro Schiene: Statt Gratisticket lieber Trassenpreis für Bahnreisen senken

In der Debatte um eine steuerfinanzierte Verbilligung des öffentlichen Nahverkehrs zur Verbesserung der Luftqualität in den Städten fordert die Allianz pro Schiene von der Politik bezahlbare Mobilität für ganz Deutschland.

„In ihrem Brief an die EU-Kommission treffen die drei Minister einen wichtigen Punkt: Der Schienenverkehr kann tatsächlich eine Schlüsselrolle spielen, wenn der Bund Luftschadstoffe und Kosten reduzieren will“, sagte der Geschäftsführer der Allianz pro Schiene, Dirk Flege am Mittwoch in Berlin. „Das Ziel der Verdopplung der Fahrgastzahlen der Bahn bis 2030 steht prominent im Koalitionsvertrag und weist in dieselbe Richtung: Wir brauchen in Deutschland mehr Bahn, wir brauchen mehr öffentlichen Verkehr“, sagte Flege. „Wenn es der Politik mit dieser Analyse ernst ist, dann reichen fünf Gratis-Teststädte nicht aus. Vielmehr müssten jetzt die Weichen für einen massiven Ausbau des Angebots deutschlandweit gestellt werden, damit die Menschen auch wirklich umsteigen können.“

Gratisticket trifft Nerv: Wann kommt der Deutschlandtakt?

„Die Idee Gratistickets trifft neben dem Umweltschutz einen weiteren Nerv: Bezahlbare Mobilität gehört für die Bürger heute zur Daseinsvorsorge“, sagte Flege. „Die Trassenpreishalbierung, die für den Güterverkehr bereits beschlossen ist, sollte deshalb dringend auch auf den Personenverkehr ausgeweitet werden. Diese Preismaßnahme wäre schnell zu realisieren und Bahnreisende könnten in ganz Deutschland davon profitieren.“ Zusammen mit dem Deutschlandtakt, den sich die neue Regierung ebenfalls auf die Agenda gesetzt hat, „kann der Bund daraus ein Paket schnüren, mit dem er sich vor der EU-Kommission nicht blamiert“.

Pressemeldung Allianz pro Schiene

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