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Donnerstag, 22 Februar 2018 15:15

GDL: Verhandlungen mit Start Deutschland abgebrochen

Am 20. Februar 2018 wurden die Tarifverhandlungen zwischen der GDL und der Regionalverkehre Start Deutschland GmbH in Frankfurt am Main ergebnislos abgebrochen. Ein Tochterunternehmen von Start Deutschland, die Start Unterelbe GmbH, wird ab dem Fahrplanwechsel im Dezember 2018 Verkehrsleistungen der metronom Eisenbahngesellschaft übernehmen. Arbeitnehmer können per Betriebsübergang nach § 613a BGB zum neuen Unternehmen wechseln.

Die GDL trat schon im November 2017 an die Start Deutschland GmbH heran und forderte die Anwendung aller Tarifverträge, die auch bei DB Regio, der Muttergesellschaft der Start Deutschland GmbH, gelten. Der Arbeitgeber wies diese Forderung jedoch zurück und wollte die bestehenden GDL-Tarifverträge mit metronom fortschreiben. Das lehnte die GDL ab. Zwar gelten in beiden Unternehmen – von geringfügigen Abweichungen abgesehen – die gleichen Rahmenregelungen, jedoch unterscheiden sich die Haustarifverträge stark. So sind die bei DB Regio zusätzlich über die Haustarifverträge getroffenen Regelungen, beispielsweise im Hinblick auf eine Reihe von Zulagen, dem Urlaub, der betrieblichen Altersvorsorge und dem Schutz bei gesundheitsbedingter Fahrdienstuntauglichkeit, deutlich besser. Die GDL sieht die Start Deutschland GmbH als DB-Unternehmen und in diesem müssen die DB-Regelungen angewendet werden.

Die Arbeitnehmer können trotzdem ohne Sorge von ihrem Einstellungsanspruch bei der Start Deutschland GmbH Gebrauch machen. Die für metronom geltenden Tarifverträge und Betriebsvereinbarungen gelten individuell weiter, bis sie durch einen Tarifvertrag der eigenen Gewerkschaft abgelöst werden. Sie gelten allerdings nun statisch, also auf dem Stand weiter, der am Tag des Wechsels zum neuen Betreiber galt. Aber auch das wird sich zügig verändern, wenn die GDL-Mitglieder dies wollen und sich dafür einsetzen.

Daher heißt es ruhig bleiben, überlegen und einen Wechsel zum neuen Betreiber zumindest nicht aufgrund der tarifvertraglichen Situation ablehnen. Das Problem ist lösbar.

Pressemeldung GDL

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