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Sonntag, 13 August 2017 16:36

NEE: Nord-Süd-Güterverkehr muss schnellstmöglich wieder laufen

Dass nun "alle Signale auf Halt" für den mitteleuropäischen Nord-Süd-Schienengüterverkehr stehen, ist der traurige Höhepunkt eines Missmanagements, den die Politik und die DB zu verantworten haben. Eine Havarie an einer Baustelle auf einer Hauptstrecke wie in Rastatt mag vorkommen, aber die gleichzeitige baubedingte Sperrung aller halbwegs leistungsfähigen Strecken, die umgeleitete Verkehre in einer solchen Situation aufnehmen könnten, "darf einfach nicht vorkommen!," so NEE-Vorstandsmitglied Michail Stahlhut am heutigen Sonntag in Duisburg. "Bekanntermaßen dürfen Notausgänge auch nicht abgeschlossen oder zugestellt werden!"

DB-Infrastrukturvorstand Ronald Pofalla müsse nun sofort für ein funktionierendes Krisenmanagement für die industriewichtigen Güterverkehre sorgen, sonst sei die Angelegenheit binnen kürzester Zeit ein Fall für den Bundesverkehrsminister und die EU-Verkehrskommissarin.

Insgesamt bedürfe das Baustellenmanagement der DB Netz einer dringenden Revision, weil sich in den vergangenen Wochen die Chaos-Nachrichten bei der Koordination des - jahrelang aufgeschobenen - erhöhten Bauvolumens gehäuft hätten.

Pressemeldung Netzwerk Europäischer Eisenbahnen e.V.

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