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Mittwoch, 23 Mai 2018 14:04

Deutsche Bahn: Vorstandsvorsitzende des Schienengüterverkehrskorridors Rhein-Alpen verabschieden gemeinsames Handbuch zum Notfallmanagement

Die Vorsitzenden des Schienengüterverkehrs­korridors Rhein-Alpen haben ihr Bekenntnis zur engen Zusammenarbeit im Schienengüterverkehr bekräftigt. Beim aktuell stattfindenden jährlichen Treffen der Entscheider in Leipzig wurden vor allem die erreichten Fortschritte in den fünf Schwerpunkten des Memorandum of Understanding aus dem Jahr 2017 gewürdigt. Hierzu zählen unter anderen positive Produktentwicklungen, Verbesserung in der Koordination von Baustellen und grenzüberschreitender Interoperabilität und der ETCS-Roll-out.

Basierend auf dem Memorandum of Understanding zum „Nachhaltigen internationalen Schienengüterverkehr auf dem Rhein-Alpen-Korridor“ wurden weitere gemeinsame Aktivitäten für 2018 und 2019 beschlossen. Ein Schwerpunkt der Kooperation innerhalb des Korridors wird auf der Umsetzung des Handbuchs für Internationales Notfallmanagement ICM (International Contingency Management) liegen, das als Reaktion auf die siebenwöchige Sperrung des Streckenabschnitts Rastatt im letzten Jahr und die daraus gewonnenen Erkenntnisse entwickelt wurde.

Schwerpunkt des Handbuchs sind Prozesse für eine bessere Koordination und Kommunikation unter den europäischen Infrastrukturbetreibern bei internationalen Störungen. Zudem sieht das Handbuch vor, dass die beteiligten Infrastrukturbetreiber Umleitungsstrecken definieren und diese inklusive ihrer technischen Parameter veröffentlichen. So können sich Eisenbahnverkehrs­unternehmen auf Umleitungen vorbereiten und im Störfall schnell handeln.

Der Entwurf des Handbuchs wurde primär mit den durch Rastatt am intensivsten betroffenen Infrastrukturbetreibern DB Netz AG und SBB Infrastruktur sowie den betroffenen Eisenbahnverkehrsunternehmen erstellt und durch ein von der Europäischen Kommission geführtes Konsultationsverfahren unter Einbeziehung der Regulierungsebene unterstützt.

Frank Sennhenn, Vorstandsvorsitzender der DB Netz AG, betont in Leipzig: „Ich freue mich darüber, dass wir als Branche in diesen wichtigen Fragen eng zusammenarbeiten. Nur gemeinsam können wir die Herausforderungen im Sektor angehen. Das Handbuch ist ein gutes Beispiel für die gemeinsam erfolgte Arbeit und bekräftigt den Willen für neue, richtungsweisende Prozesse.“

Die während der Korridor-Tagung ebenfalls unterzeichnete Erklärung der Verkehrsminister der Länder des Rhein-Alpen- und des Nordsee-Mittelmeer-Korridors zum Internationalen Notfallmanagement ist ein wesentliches Element in den Bemühungen, die internationale Notfallplanung im Besonderen und die Rahmenbedingungen für den Schienenfrachtverkehr im Allgemeinen zu verbessern.

Die rechtlichen Rahmenbedingungen sind heute noch durch eine Reihe nationaler Eigenheiten geprägt, die den internationalen Schienengüterverkehr im regulären Betrieb und während besonderer Vorkommnisse einschränken. Die Unterstützung der Verkehrsministerien ist maßgeblich, um die Infrastrukturqualität auf Ausweichstrecken an die TEN-T-Vorgaben (Trans European Network-Transport) anzupassen und zu verbessern. Teil der Aktivitäten ist in den nächsten beiden Jahren auch die Analyse von Infrastrukturmaßnahmen zur Steigerung von Kapazitäten im Bereich der Umfahrungen für internationale Güterzüge.

Pressemeldung Deutsche Bahn

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