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Montag, 04 Juni 2018 13:28

GDL: Streiks Erfurter Bahn/Süd Thüringen Bahn ausgesetzt – Verhandlungen werden fortgesetzt

Können die Verhandlungen auf Basis des neuen Angebots vom 28. Mai 2018 fortgesetzt werden? Das war die entscheidende Frage der gemeinsamen Sitzung der GDL-Tarifkommissionen bei der Erfurter Bahn GmbH (EB) und bei der Süd Thüringen Bahn GmbH (STB) am 31. Mai 2018 in Erfurt.

Das Angebot beinhaltet nennenswerte Verbesserungen, primär bei der Vergütung. So soll das volle Tarifniveau des Flächentarifvertrags BuRa-ZugTV schon ab 2021 erreicht werden, ein Jahr früher als bisher. Auch der Weg dorthin wurde verbessert. Sollten bisher nur 88 Prozent des Monatstabellenentgelts (MTE) des BuRa-ZugTV und später 96 Prozent gezahlt werden, sind es nun 95,5 beziehungsweise 98 Prozent. 100 Prozent sollen es ab 2020 sein. Zusätzlich sind 25 Prozent eines MTE als Weihnachtsgeld erstmalig für 2020 angeboten und nicht erst ab 2021.

Verbesserungen wurden auch beim Urlaubsanspruch und bei der sachgrundlosen Befristung von Arbeitsverhältnissen angeboten. Die Frage der Überstundenverpflichtung ist zumindest in Diskussion, wenn auch noch ohne konkrete Verbesserungen.

Nachbessern muss der Arbeitgeber noch bei den allgemeinen Entgelterhöhungen während der von ihm gewünschten Laufzeit bis Ende 2020.

Auch wenn noch nicht alle Forderungen der GDL durch das Angebot erfüllt sind, sahen die Tarifkommissionen dennoch klare Verbesserungen und beschlossen jeweils einstimmig die Fortsetzung der Verhandlungen. Die Streiks sind damit ausgesetzt. Das bedeutet natürlich nicht, dass es keine weiteren Streiks geben wird. Auch wenn sich der Arbeitgeber spürbar bewegt hat, können die Tarifverhandlungen noch scheitern. Erst mit einem Tarifabschluss, der Zustimmung der Tarifkommissionen dazu und dem anschließenden Votum in der 2. Urabstimmung ist der Arbeitskampf beendet. Das sollte der Arbeitgeber wissen.

Pressemeldung GDL

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