
Foto DVWG.
Im Rahmen des Innovationspreises der deutschen Mobilitätswirtschaft zeichnet die Deutsche Verkehrswissenschaftliche Gesellschaft e. V. (DVWG) Dr.-Ing- E.h. Martin Herrenknecht, Gründer und Vorstandsvorsitzender der Herrenknecht AG, mit dem Preis "Persönlichkeit" aus. Damit würdigt die Jury Herrenknechts herausragenden Beitrag zur Modernisierung der globalen Mobilitätsinfrastruktur durch bahnbrechende Tunnelbauprojekte und innovative Technologien.
„Mit Mut, Geschick und einer außergewöhnlichen Vision hat Martin Herrenknecht nicht nur sein Ingenieursbüro zu einem Weltkonzern entwickelt – seit Jahrzehnten setzt er mit seiner Ingenieurskunst neue technische Maßstäbe und verwirklicht Tunnelbauprojekte, die zuvor als unmöglich galten“, sagt Prof. Knut Ringat, RMV-Geschäftsführer sowie Initiator und Juryvorsitzender des Innovationspreises. „Vom längsten Eisenbahntunnel der Welt bis zum derzeit größtem Infrastrukturprojekt Europas fräsen sich seine Tunnelbohrmaschinen durch härteste Gesteine und bisherige Rekorde. Wir sind stolz, mit Martin Herrenknecht einen einzigartigen Macher in unseren Reihen zu wissen, der auf der ganzen Welt Mobilitätslösungen made in Germany vorantreibt.“
„Es ist eine Ehre für mich, diesen Preis zu erhalten und ich bedanke mich herzlich bei der Jury für diese besondere Auszeichnung“, betonte Dr.-Ing. E.h. Martin Herrenknecht. „Ich bin davon überzeugt: Wer die beste Infrastruktur hat – von der Schiene über die Straße bis ins Digitale – hat die beste Zukunft! Deutschland ist hiervon aktuell zu weit entfernt. Ich werbe deshalb dafür, dass wir die Stärkung der Infrastruktur auch hierzulande wieder stärker in den Blick nehmen. Die Arbeit der deutschen Mobilitätswirtschaft trägt hierzu entscheidend bei“, fügt er hinzu.
„Martin Herrenknechts Vision und sein unternehmerischer Mut haben die Art und Weise verändert, wie wir über Infrastrukturprojekte nachdenken“, sagt Prof. Dr. Jan Ninnemann, Präsident der DVWG und Jurymitglied. „Seine Maschinen sind weltweit gefragt und bohren jedes Jahr mehrere hundert Kilometer in den Untergrund – und das millimetergenau. Gerade in Metropolen wie Shanghai, Paris oder London, wo sich unter der Erde bereits unzählige Röhren und Leitungen kreuzen, eröffnet die Präzision und Zuverlässigkeit der Herrenknecht-Maschinen neue Möglichkeiten für U-Bahnen, Straßentunnel und alle anderen Arten unterirdischer Verkehrswege.“
Mit einem Kredit von seiner Mutter über 25.000 D-Mark gründete Dr.-Ing. E.h. Martin Herrenknecht 1977 sein Unternehmen. Heute ist die Herrenknecht AG Technologieführer im Tunnelbau mit über 5000 Mitarbeitenden und einem Umsatz von mehr als einer Milliarde Euro. Die Maschinen des Familienunternehmens bohren Tunnel für Schienen- und Straßennetze, U-Bahn-Systeme und unterirdische Verkehrswege, die den Verkehr in Ballungsräumen und Regionen nachhaltig verbessern. Zu Herrenknechts Meisterstücken gehört die Bohrung des Gotthard-Basistunnels, der auf 57 Kilometern Länge die Schweizer Alpen unterquert und seit seiner Eröffnung im Jahr 2016 eine der Hauptschlagadern für den Schienenverkehr zwischen Deutschland und Italien darstellt. Der Gotthard-Basistunnel ist der längste Eisenbahntunnel der Welt – und wird in naher Zukunft nur vom Brennerbasistunnel überholt, der bei seinem Bau ebenfalls auf Herrenknecht-Maschinen setzt.
Pressemeldung DVWG.