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Montag, 11 Juni 2018 18:01

KolejDEPL: Deutsch-polnischer Bahngipfel nicht für alle Regionen ein Gewinn

Mit der gemeinsamen Absichtserklärung für den durchgehend zweigleisigen Aus-bau der Strecke Angermünde – Grenze Deutschland/Polen hat man endlich vereinbart, was lange überfällig war. Für die Einführung einer Zugverbindung mit Intercity-Qualität zwischen Berlin, Breslau und Krakau wurde kein Zeitpunkt angegeben. Das ist wenig konkret und bringt auch nur zurück, was man 2014 unnötigerweise eingestellt hatte.

„Insgesamt hat der Gipfel keine wirkliche Wende eingeleitet und auch nicht allen Regionen genutzt. Zuviele Themen sind noch offen geblieben.“, urteilt KolejDEPL-Sprecherin Anja Schmotz. Sie ergänzt: „Vom BMVI erwarten wir einen zügigen Abschluss der Bewertungen der Projekte Dresden – Görlitz – Staatsgrenze D/PL, Cottbus – Görlitz und Cottbus – Forst (Lausitz), die für den Bundesverkehrswege-plan bereits 2015 hätten vorliegen sollen. Die Planungen müssen so schnell wie möglich vorankom-men.“

Für künftige binationale Treffen müssen auch strukturelle Probleme wie die Realisierung lang-fristiger Verkehrsverträge bei grenzüberschreitenden Strecken auf die Agenda, die heute offenbar nicht thematisiert wurden.

Pressemeldung Initiative deutsch-polnischer Schienenpersonenverkehr (KolejDEPL)

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