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Donnerstag, 10 Oktober 2024 10:40

ALLRAIL: Versagen des integrierten Bahnkonzerns in Deutschland darf nicht auf Großbritannien übertragen werden

Neue Erkenntnisse zeigen, dass der "Leitgedanke" (integrierter Bahnkonzern) in Deutschland zu mehr Verspätungen, steigenden Schulden und höheren Fahrpreisen führt. Die staatliche Deutsche Bahn (DB) wird oft als Vorbild für einen "Guiding Mind" – einen integrierten Bahnkonzern – angeführt, der Gleise und Züge gemeinsam verwaltet. Doch die Fakten sprechen eine ganz andere Sprache:

• Die Verspätungen bei der DB nehmen stetig zu: "Weniger als 2/3 der Fernverkehrszüge erreichen ihr Ziel pünktlich ... ein neuer Tiefststand."

• Und die Verluste steigen weiter: "Das Unternehmen meldete einen Verlust von über 1,2 Milliarden Euro. Die Gesamtverschuldung beläuft sich nun auf rund 34 Milliarden Euro".

• Das Ergebnis ist vorhersehbar: Die Kosten können nicht länger dem Steuerzahler aufgebürdet werden, daher werden die Fahrpreise bald steigen: "Die flexiblen Fahrpreise werden am 15. Dezember 2024 um 5,9 % steigen".

Also, wo ist der viel beschworene "Leitgedanke" Deutschlands? Schließlich soll dies der springende Punkt eines integrierten Bahnkonzerns sein (!). Im Gegenteil: Letzte Woche prangte auf der Titelseite der überregionalen deutschen Zeitung Die Zeit: "DB – Staatsversagen".

ALLRAIL-Generalsekretär Nick Brooks sagt: "Konkrete Beweise in Deutschland zeigen, dass der ‚Leitgedanke' eines integrierten Bahnkonzerns nicht zu Einfachheit führt, sondern zu Kosten und einer überdimensionierten Bürokratie.

Die neue Regierung im Vereinigten Königreich läuft Gefahr, dieses ‚Staatsversagen' zu kopieren. Stattdessen muss die Lösung in unabhängigen Bahninfrastrukturbetreibern bestehen, die sich auf den Bau und die Instandhaltung konzentrieren und verschiedenen Bahnbetreibern dienen, die sich alle darauf konzentrieren, neue Fahrgäste zu gewinnen."

WKZ, Quelle ALLRAIL - Alliance of Passenger Rail New Entrants

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