Auch die zweite Verhandlungsrunde zum Eisenbahntarifvertrag (ETV) zwischen der Vereinten Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) und dem Arbeitgeberverband (AGVDE) blieb am 11. November 2024 ergebnislos. Von den Verhandlungen sind rund 5.500 Beschäftigte in sechs Bundesländern (Bayern, Baden-Württemberg, Nordrhein-Westfalen, Niedersachsen, Schleswig-Holstein und Rheinland-Pfalz) betroffen. Zu den vom ETV betroffenen Unternehmen gehören Omnibusbetriebe, Schienennahverkehr, aber auch Güterbahnen.
„Wir haben gestern viel und lange verhandelt. Trotzdem hat es am Ende nicht gereicht“, sagt ver.di-Verhandlungsführer Andreas Schackert. „Das Angebot der Arbeitgeber beinhaltet noch zu viel Laufzeit und zu wenig Lohnerhöhung.“
Die ver.di Tarifkommission ist von den ursprünglichen Forderungen abgerückt und ist dem Arbeitgeber sowohl bei der Laufzeit als auch beim Volumen der Lohnerhöhung deutlich entgegengekommen.
„Wir hatten insgesamt gute Verhandlungsgespräche. Dennoch bildet das letzte Angebot der Arbeitgeberseite nicht die Notwendigkeiten ab, die es braucht, um dem Fachkräftemangel zu begegnen. Um Druck auf die Arbeitgeber zu machen, ihre Haltung zu ändern und ein anständiges und abschlussfähiges Angebot vorzulegen, werden wir die Beschäftigten zu weiteren Streiks aufrufen“, so Schackert. Die ver.di-Tarifkommission habe entschieden, bis zum nächsten Verhandlungstermin am 5. Dezember weitere Warnstreiks in einzelnen Unternehmen durchzuführen.
In den folgenden Unternehmen kann es vor dem nächsten Verhandlungstermin zu Arbeitskampfmaßnahmen kommen:
Baden-Württemberg
• AVG Albtal-Verkehrsgesellschaft
• SWEG Südwestdeutsche Landesverkehrs-GmbH
Bayern
• KVG Kahlgrund-Verkehrs-Gesellschaft Schöllkrippen
Nordrhein-Westfalen
• ETZ Betriebs GmbH Herne
• HGK Häfen- und Güterverkehr Köln
• OVAG Oberbergische Verkehrsgesellschaft
• RheinCargo GmbH & Co. KG
• WHE Wanne-Herne-Eisenbahn
Niedersachsen
• Regiobus Hannover
Schleswig-Holstein:
• VKP Verkehrsbetriebe des Kreises Plön
Pressemeldung Ver.di